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Viezjupp kauft sich einen alten Hund aus dem Tierheim

Kolumne Viezjupp : Der Hund sei des Juppens Freund

Das Leben ist ein Wartesaal. Daher sollte man sich immer und wieder dem Neuen und Unbekannten stellen. Hab ich gelesen und es stimmt! Ich warte seit Monaten darauf, wieder mit meinen Viezkumpels einen gepflegten Apfelwein trinken zu dürfen.

Aber nix da. Die Kneipen bleiben vorerst zu.

Also habe ich mir überlegt, was für neue Hobbies ich mir zulegen könnte. Bärbel und ich gehen uns mittlerweile gehörig auf den Keks. Sie mir mit ihrer Nörgelei, ich ihr wegen meiner angeblichen Lotterwirtschaft. (Dabei lasse ich nur gelegentlich meine getragenen Socken im Haus herumliegen) Die Enkel halten Abstand, weil wir noch nicht geimpft sind, und den Volksfreund habe ich bereits um 11 Uhr komplett ausgelesen.

Dort stand es am Donnerstag auf der ersten Lokalseite. Die Lösung all meiner zwischenmenschlichen Probleme. Freunde, das Ende meiner häuslichen Gefangenschaft ist in Sicht. Ich lege mir einen Hund zu. Jawoll! Einen Hund! Wahrscheinlich radele ich dafür in den nächsten Tagen ins Tierheim nach Zewen und hole mir von dort keinen jungen Vierbeiner oder Welpen. Nee, sondern  einen alten charaktervollen Hund, der zu mir passt und treu ist. Einer, der so ist wie ich, damit unsere Chemie stimmt.

Einen Namen für meinen neuen Freund habe ich auch schon. Eigentlich kann es ja nur einen geben: Lockdown. Ich habe auch schon mal nachgelesen, welche Kommandos er lernen muss:  „Lockdown. Aus.“ Wenn er an Bärbels Schuhen herumknabbert.  Oder „Lockdown. Nein!“ Wenn er versuchen sollte, mir die Leberwurst vom Tisch zu stibitzen. Ein Kommando werde ich ihm nicht beibringen, habe ich beschlossen. Denn dafür würden mich alle, selbst Bärbel, meine Kinder und Kindeskinder aus Trier verbannen: „Lockdown. Bleib!“ Ein schönes Wochenende wünscht Euch Euer Jupp!