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Viezjupp rätselt über den mysteriösen Mr. Green aus dem Cyberbunker von Traben-Trarbach

Viezjupp : Mr. Green, der Cyberbunker und ich

Hab ich eigentlich schon mal erzählt, dass ich ein glühender Fan von James Bond bin? Also von keinem bestimmten Schauspieler, sondern von der Figur an sich. Ich liebe Geheimniskrämerei, Spionage, Verschwörungen, Verrat, Machos und schöne Frauen.

Als ich über einem TV-Artikel die Frage las „Warum ist der Pinguin auf freiem Fuß?“, der über den Cyberbunker-Prozess vor dem Trierer Landgericht ging, hätte ich der Autorin am liebsten geantwortet: Weil wir keinen James Bond haben, der ihn schnappen könnte. Der Geheimagent arbeitet ausschließlich für Ihre Majestät, Königin Elisabeth II. Leider ist der Pinguin oder Mr. Green – so die Spitznamen des mutmaßlichen Drogenbosses – Ire und für seine weitverzweigten Geschäfte, die bis nach Südamerika reichen, wahrscheinlich sowieso Interpol zuständig.

Als Schurke finde ich den mutmaßlichen Hintermann des Traben-Trarbacher Bunkers jedoch absolut faszinierend. Ein Mann Ende 60, gefürchtet und gefährlich, schreibt die TV-Reporterin. Ein Dr. Julius No, wie er im Buche steht. Oder doch eher ein Auric Goldfinger oder ein Franz Sanchez wie in „Lizenz zum Töten“?

Jedenfalls besitzt Mr Green alias The Penguin etwas, das ich beneidenswert finde: ein abhörsicheres Handy. Was würde bloß Bärbel dazu sagen, wenn sie mich nicht mehr abhören könnte? Denn das tut sie. Obwohl sie es stets leugnet. Jedesmal, wenn ich mit meinen Viezkumpels telefoniere. Sie hört mich ab.

Aber vielleicht sollte ich noch eine andere, allerdings sehr effiziente Taktik von Mr. Green in Erwägung ziehen. Er macht angeblich nie den Fehler, etwas preiszugeben. Eine etwas schwierige Methode, aber möglich. Für mich und meine Ehe ist das ein „Minimum an Trost“.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch Euer Jupp.