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Volksbank Trier wächst trotz Corona und ist eine der größten Gensossenschaftsanken im Land

Finanzen : Volksbank Trier: Starkes Wachstum in Zeiten der Pandemie

2021 ist ein gutes Jahr für die Genossenschaftsbank gewesen. Das zeigen die Zahlen. Sie ist im Kreis, in der Stadt Trier sowie im Raum Hetzerath aktiv. Es stehen wichtige Veränderungen an.

Corona, das Hochwasser im Juli und die zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine: 2021 wird für viele Menschen nicht unbedingt als ein gutes Jahr in Erinnerung bleiben. Für die Volksbank Trier war es hingegen ein gutes Jahr gewesen. Bei der Vertreterversammlung der Bank hat der Vorstand die Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentiert (siehe Info). Die zeigen unter anderem, dass die Bilanzsumme um 14 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro gestiegen ist. Dieser Anstieg komme nicht von ungefähr, sagte Vorstand Alfons Jochem. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern, „die im von der Corona-Pandemie dominierten Jahr 2021 ganz besonderen Einsatz und viel Engagement gezeigt haben.“

Dieser Einsatz zahlt sich für die Mitglieder aus. Vom 2021 erzielten Ergebnis wird die Bank eine Basisdividende von 0,5 Prozent ausschütten und je nach Nutzungsgrad der Produkte und Dienstleistungen eine Zusatzrendite von maximal 3,6 Prozent zahlen. Vorstand Peter Michels gab in seinen einführenden Worten einen Ausblick auf das, was die Kunden erwartet: steigende Zinsen. Zur Frage, ob es nun auch vorbei sei mit der Diskussion von Negativzinsen bei den Banken sagte er, dass die Volksbank Trier diese „nie in der Breite für unsere Kunden eingeführt“ habe.

Mit zwei weiteren Entscheidungen hat die Bank die Weichen für die Zukunft gestellt. Bisher war die Zentrale in der Herzogenbuscher Straße in Trier-Nord untergebracht. Für 2025 steht der Einzug in ein neues Gebäude unweit des Hauptbahnhofs an. Gemeinsam mit den Stadtwerken Trier entwickelt die Volksbank derzeit von den Stadtwerken genutzte Flächen in der Ostallee. Neben Platz für die Verwaltungen der Werke (270 Arbeitsplätze) und der Bank (120 Plätze) soll es unter anderem bis zu 300 neue Wohnungen geben.

So wie andere Geldhäuser auch wird die Volksbank Trier auf das veränderte Kundenverhalten reagieren. Das klassische Schaltergeschäft ist immer weniger gefragt. Stattdessen werden immer mehr Dienstleitungen digital abgewickelt. Deshalb soll das Kundenberatungscenter ausgebaut werden. So soll auch den Vertriebsmitarbeitern mehr Zeit für den Vertrieb bleiben. All diese Entwicklungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Bank. Zwei bisher aktive Genossen werden dem Gremium in Zukunft nicht mehr angehören: Norbert Feder und Hanns Rendenbach. Feder ist fast 30 Jahre lang Aufsichtsratsvorsitzender gewesen. Er durfte aufgrund des Erreichens der Altersgrenze nicht mehr kandidieren. Für seine Verdienste um das Genossenschaftswesen erhielt er die goldene Ehrennadel des Verbands. Seit 25 Jahren ist Josef Kalkes als Aufsichtsratsmitglied aktiv. Er erhielt die silberne Ehrennadel des Verbands. Zum Nachfolger Feders wählte der neu formierte Aufsichtsrat nach der Vertreterversammlung Wolfgang Schäfer zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Unternehmer aus Schillingen war bisher stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Neue Mitglieder des Gremiums sind die Bundestagsabgeordnete Verena Hubertz, Gerrit Strotmann und Klaus Wahlen.