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Volksfest Trier: Weltmeisterschaft und Wetter verhindern ein besseres Ergebnis

Volksfest Trier: Weltmeisterschaft und Wetter verhindern ein besseres Ergebnis

Ein positives Resümee zieht der Veranstalter, für die Schausteller war's durchwachsen: Am Sonntagabend ging das Trierer Volksfest im Messepark zu Ende.

Trier. (gsb) Es tröpfelt vor sich hin - nicht nur vom Himmel, sondern auch in Hinblick auf die Besucherzahlen. Und das trotz einiger Attraktionen, die die Besucher in Trier noch nie gesehen haben. Dennoch hält sich das Interesse der Bevölkerung an dem Volksfest im Messepark in Grenzen. An vielen Ständen ist nichts los, viele Besucher bestaunen die schwindelerregenden Manöver der Fahrgeschäfte lieber vom Boden aus. "Wer bei uns drauf war, dem hat es gefallen", sagt die Inhaberin der XXL-Monster-Schaukel. Schlangestehen muss man bei ihrem Fahrgeschäft in diesem Moment nicht. "Das erste Wochenende war okay, aber dann ..." Leichtes Augendrehen gen Himmel und Stirnrunzeln. "Es gibt hier wohl nur Besucher, die aus der Umgebung und nicht von weiter her kommen", vermutet die Frau. Unisono werden von Schaustellern die Fußball-Weltmeisterschaft und das Wetter als Schuldige dafür ausgemacht, dass nicht mehr Vergnügungssuchende in den Messepark gekommen sind. Für den Inhaber eines Getränkestands, der erstmalig beim Volksfest dabei ist, geht die Veranstaltung wirtschaftlich sogar nur "Pi mal Daumen gerade so ohne Verlust" auf. Während hier wie bei anderen Fahrgeschäften nur lobende Worte für die Organisation des neuen Veranstalters Georg Sonnier aus Bitburg sowie die Zusammenstellung der Attraktionen fallen, gibt es auch einhellige Kritik.

"Am Familientag mit den ermäßigten Preisen war es so voll, dass wir noch länger hätten öffnen können als bis 22 Uhr", bedauert man nicht nur bei "Boostermaxxx". Ausdrückliches Lob hat ein Elternpaar aus Konz für das äußere Erscheinungsbild der Messe. "Mehr Ruhe, mehr Sauberkeit, weniger Alkohol durch mehr Kontrollen und Security auf dem Platz", bestätigt auch das Pressebüro des Veranstalters. Das Volksfest sei "sehr zufriedenstellend" mit schätzungsweise 120 000 Besuchern verlaufen. Auch aufgrund der günstigen Terminierung. Ob es 2011 wieder ähnliche Attraktionen gibt, wird auch der Terminplan entscheiden. "Wir werden aber versuchen, im nächsten Jahr wieder Großgeschäfte mit gleichem Niveau und gleicher Mischung zu bekommen", versichert Marianne Tepass vom Pressebüro.