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Freizeit: Volksfreund-Kinderflohmarkt in neuem Ambiente kommt an

Freizeit : Volksfreund-Kinderflohmarkt in neuem Ambiente kommt an

Erstmals ging die Großveranstaltung im Messepark Trier über die Bühne. Tausende Besucher verhandelten bei angenehmen Temperaturen um Spielzeug und mehr.

Kinder feilschen, Eltern schleppen Einkaufstüten voller Spielzeug und Kleidung. Mitten im Gewühl zeigt ein Junge auf ein Rudel von Gummidinos und fragt: „Wie viel kostet das?“ Das Mädchen am Marktstand antwortet: „Der hier kostet sieben Euro“ und hält einen T-Rex in der Hand. „Sagen wir fünf Euro?“, kommt als Entgegnung. Die beiden einigen sich schließlich auf sechs Euro.

Beim Volksfreund-Kinderflohmarkt am Sonntag im Messepark waren die Versuchungen für den Nachwuchs an den rund 570 Ständen groß. Welches Kind kann schon beim Anblick von Teddybären, Star-Wars-Lego-Raumschiffen oder pinkfarbenen Einhörnern widerstehen? Dem Betrachter bietet sich eine friedliche Kulisse: Auf dem Messegelände, zwischen Graffiti, McDonalds und Marktständen schlendern zufriedene Eltern, Großeltern, Dreikäsehochs, Schulkinder sowie Teenies von Stand zu Stand.

Eltern tragen, was Kinder sich gekauft haben, nach Hause. Auch bei der Premiere des beliebten Volksfreund-Kinderflohmarkts am neuen Standort Messepark Trier ist viel los. Foto: TV/Friedemann Vetter

Die Flohmärkte des Trierischen Volksfreunds sind zu einer festen Größe geworden. „Wir erwarten etwa 5000 Besucher“, sagt Thomas Schildtauer. Er organisiert den Volksfreund-Kinderflohmarkt. Seit 2006 wurden die Marktstände auf dem TV-Gelände in der Hanns-Martin-Schleyer-Straße aufgestellt. Aber das ist passé. Wegen der Bauarbeiten rund um das Verlagshaus musste der Markt auf das Messegelände umziehen.

„Das hat Vor- und Nachteile“, sagt Simone Mörsch, Mutter und Verkäuferin. „Es war gemütlicher auf dem alten Standort, aber dafür hatte man immer das Problem mit dem Parken. Jetzt müssen wir zum Ausladen keine weiten Wege mehr gehen.“

Auch Kinderbücher werden angeboten. Foto: Friedemann Vetter

„Kauft Sachen von uns! Wir haben Bücher, Spiele, DVDs!“ ertönt es. Clara und Paul versuchen sich als Marktschreier. Ihre Strategie geht auf. Ein Junge wird aufmerksam, zerrt seinen Vater zum Stand, reißt sich „Siedler von Catan“ unter den Nagel und will es nicht mehr hergeben. „Wir haben doch schon so viele Spiele“, sagt der Vater liebevoll. „Komm, wir schauen, was es hier sonst noch gibt.“ Der kleine Junge legt das Spiel widerwillig zurück. Er bekommt stattdessen einen Ritterschild mit einem Bären als Wappentier. „Das kostet nur zwei Euro“, sagt Paul. „Wir sind noch nicht lange hier, haben aber schon viele Sachen verkauft“, sagt der Junge. Er zeigt stolz eine Tupperdose mit ein paar Geldscheinen und Münzen. Eltern tauschen sich über das Messegelände und die Parksituation aus: „50 Prozent der Fläche hier sind Autos“, heißt es von der Seite. „Aber dafür findet man hier auch genug Parkplätze.“ Eltern und Kinder verhandeln mit Herzblut. „Wie viel würdest du noch runtergehen?“ „Noch drei Euro, aber das ist meine absolute Schmerzgrenze.“ Eine Ritterburg wechselt den Besitzer.

Der Markt ist eine Fundgrube für Eltern und Kinder. Kleider mögen die einen, Spielzeug aller Art die anderen. Foto: TV/Friedemann Vetter
TV-Kinderflohmarkt Foto: TV/Friedemann Vetter
Blick in eine Schatztruhe voller Spielzeugautos. Foto: TV/Friedemann Vetter

Seit zwölf Jahren umrahmt der Flohmarkt die Sommerferien. Immer am ersten und letzten Sonntag der freien Zeit lädt der TV dazu ein, Spielgerät gegen Bares einzutauschen. Der nächste Markt ist am Sonntag, 5. August. Auch dann wird es keine Parkplatzprobleme geben. Denn die Verkaufsstände werden wieder auf dem Messegelände aufgeschlagen.