Volksfreund-Kolumnist Viez-Jupp und die Totgesagten in Trier, die weiterleben

Viez-Jupp : Totgesagte leben weiter

Mein lieber Herr Gesangsverein. Was waren das für lokale Nachrichten diese Woche. Das Kleine Volkstheater macht nach längerer Spielpause endlich weiter. Das Moselfest in Zurlauben ist gerettet. Und der Betreiber des Römer-Express bekommt für weitere acht Jahre die Lizenz zum Fahren.

Obwohl ich persönlich das für eine fragliche Entscheidung des Landesbetriebs Mobilität halte. Schließlich gilt das alte Touri-Bähnchen als rollendes Paradebeispiel für angewandte Innovationsverweigerung: In 25 Jahren hat sich nur eines geändert: der Ticketpreis. Alles andere ist geblieben. Mangelnder Komfort, leiernde und schlecht getimte Band-Ansagen zu den Sehenswürdigkeiten, rustikaler Charme des Personals, Dieselflecken an der Haltestelle vor der Porta ... Aber jetzt soll ja angeblich alles besser werden – auch wenn die Stadtwerke, die sich ebenfalls um die Konzession beworben hatten, nicht zum Zuge kommen. Aber die wollen ja vielleicht Widerspruch einlegen. Bin sehr gespannt.

Ansonsten alles in Butter? Mitnichten. Denn ebenfalls in dieser Woche ist mir eine Gruppe Verkehrsteilnehmer besonders massiv auf den Senkel gegangen. Ich meine Pizzakuriere auf Motorrollern. Entweder kennen diese Herrschaften die Verkehrsregeln und Rücksichtnahme-Gepflogenheiten nicht – oder sie ignorieren sie. Da wird ohne Rücksicht auf Verluste durch die Fußgängerzone oder gegen die Einbahnstraße gebrettert. Seid ihr noch ganz bei Trost? Mein Tipp: Trinkt nach Feierabend mal einen Viez. Und macht euch locker, seid einfach mal nett und rücksichtsvoll.