Volkskrankheit Osteoporose

Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Volkskrankheit, deren Spätfolge Knochenbrüche (Frakturen) sind, die für die Betroffenen zu einer schweren Behinderung werden können. Ziel ist es, Hinweise auf eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen und durch rechtzeitige Maßnahmen Knochenbrüche zu verhindern.

Über 50-Jährige sollten prüfen, ob sie mehr als drei bis vier Zentimeter kleiner geworden sind oder beginnen, einen Rundrücken zu entwickeln. Dies gilt insbesondere, wenn bereits bei ihren Eltern eine Osteoporose aufgetreten ist. Nachteilig ist, wenn sie ihr Leben lang wenig Sport getrieben haben, selten nach draußen gehen, rauchen, regelmäßig Alkohol trinken und sich kalziumarm ernähren. Bei 95 Prozent der Osteoporose-Patienten ist eine direkte Ursache nicht zu finden, es besteht aber ein Zusammenhang mit dem Alter und mit dem Hormon- und Kalziumstoffwechsel. Hauptbetroffene sind Frauen mit Östrogenmangel nach der Menopause. Risikopatienten sollten etwas unternehmen. Sie sollten ihren Arzt fragen, ob eine Knochendichtemessung bei ihnen sinnvoll ist. Osteoporose könnte bei vielen Menschen schon durch regelmäßige sportliche Aktivität und richtige Ernährung verhindert werden. Im Verlauf des ganzen Lebens ist die ausreichende Kalziumzufuhr wichtig. Die wichtigsten Kalziumlieferanten sind Milch und Milchprodukte (Jogurt, Quark und Käse), kalziumreiche Mineralwässer sowie grüne Gemüse (zum Beispiel Brokkoli). Auch Vitamin D ist von großer Bedeutung, es ist vor allem in Seefisch enthalten. Da es bei vielen älteren Menschen nicht in ausreichendem Maß in der Haut gebildet wird, ist häufig eine Nahrungsergänzung erforderlich. Sollte die Osteoporose weit fortgeschritten oder sollten bereits Frakturen aufgetreten sein, reichen diese Maßnahmen jedoch alleine nicht mehr aus; dann sind zusätzlich Medikamente erforderlich. Dr. Hubertus Schausten,Trier Facharzt für Innere Medizin