Einzelhandel: Vom Ampelmännchen zum Ampelhelden

Einzelhandel : Vom Ampelmännchen zum Ampelhelden

Das „Marx-Männschi“ gibt’s jetzt nicht nur an Trierer Straßen, sondern auch in einem Pop-up-Store in der Trier Galerie.

Einen offiziellen Namen hat er schon, jetzt wird das „Marx-Männschi“ in einem neuen Shop in der Trier Galerie zum Verkaufsschlager. „Ich wurde so oft darauf angesprochen, ob man meinen Ampel-Karl nicht auch als Tasse oder T-Shirt haben könne“, erinnert sich Cartoonist Johannes Kolz, der im Auftrag der Stadt die Marx-Ampel zum Jubiläumsjahr des Philosophen gestaltet hat. „Deshalb hatten mein Partner Uwe Truppel und ich die spontane Idee, einen Ampelladen zu eröffnen. Dabei waren die Ampelmännchen-Stores in Berlin das Vorbild.“

Seit rund zwei Wochen bleiben nun immer mehr Menschen im Erdgeschoss der Trier Galerie vor den Schaufenstern des ersten Trierer „Ampelhelden“-Shops stehen – und das nicht nur, weil der rote Karl zum Halten auffordert. „Wir freuen uns, dass die Produkte rund um das Marx-Männchen die Menschen so begeistert“, freut sich Benno Skubsch, Centermanager der Trier Galerie, über den Erfolg. Auch die Möglichkeit, mit einem solchen Projekt neue Wege zu beschreiten und die regionale Verwurzelung der Trier Galerie weiter auszubauen, habe das Centermanagement überzeugt. Schließlich sei der „Ampelhelden“­-Shop der erste Pop- up-Store, der im Einkaufszentrum in der Fleischstraße seine Pforten öffne.

Hinter diesem Begriff versteckt sich ein auf Flexibilität und Vielfalt ausgerichtetes Verkaufskonzept, von dem vor allem Start-Ups profitieren können: Ein Pop-up-Store öffnet nur über einen kurzen Zeitraum – im Falle des „Ampelhelden“-Shops bis Ende Januar 2019 – und reagiert aufgrund dieser kurzen Zeitspanne besonders spontan auf Anfragen der Kundschaft. Schon jetzt, zwei Wochen nach der Öffnung, habe man die Produktpalette erweitert, erklärt Johannes Kolz. Da man seinen Namen in der Stadt vor allem mit seinen Cartoons in trierischer Mundart verbinde, hätten schon in den ersten Verkaufstagen  besonders Trierer Kunden nach den Produkten im „Alles Trier“-Stil gefragt. Jetzt sei man dabei, diese Artikel in der eigenen Manufaktur herzustellen.

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