Vom Bolzplatz zur Vogtsburg

TRIER. (rm.) Mit Investitionen aus dem Stadtteil-Budget für 2004 und 2005 beschäftigte sich der Ortsbeirat Trier-Mitte/Gartenfeld in seiner jüngsten Sitzung. Den größten Batzen machte das Gremium für die Gestaltung von Plätzen sowie für Baudenkmäler locker.

Ein Zeichen setzen will der Ortsbeirat auf zwei bedeutenden Plätzen der Altstadt. Der Stockplatz soll möglichst bereits in diesem Jahr grüner werden und Sitzbänke erhalten und die seit langem geplante Neugestaltung des Paulusplatzes 2005 endlich in Angriff genommen werden. Für beide Projekte stellt das Gremium jeweils 10 000 Euro zur Verfügung. Ob sie Realität werden, steht jedoch in den Sternen, da die Stadt einen weitaus größeren Finanzierungsanteil aufbringen müsste. Dennoch: "Wir möchten den Anstoß geben, dass sich etwas tut", sagt Ortsvorsteherin Ricarda Kuhner. Ein anderer "Platz", nämlich der Bolzplatz im Palastgarten, hat hingegen reelle Aussichten auf eine dringend erforderliche Erneuerung: 15 000 Euro stellt der Ortsbeirat zur Verfügung, um den maroden und vom Rost angefressenen Zaun zu ersetzen. 4000 Euro aus dem Stadtteil-Budget werden für Sitzbänke locker gemacht. Im Eingangsbereich des Amphitheaters an der Olewiger Straße sollen neue Bänke installiert und im Rautenstrauch-Park sowie im Schießgraben die bereits vorhandenen Exemplare erneuert werden.6000 Euro für die Egbert-Grundschule

Ebenfalls insgesamt 4000 Euro fließen in diesem und im nächsten Jahr in die Beschilderung von sehenswerten historischen Häusern. Analog zu Dreikönigenhaus, Judengasse & Co. sollen etappenweise weitere Baudenkmäler in der Dietrich-, Kalenfels-, Glocken-, Flander- und Sichelstraße sowie die frisch renovierte Vogtsburg (Kutzbachstraße) Plexiglas-Tafeln erhalten. Diese informieren in deutscher, englischer und französischer Beschriftung über die stadtgeschichtliche Bedeutung der historischen Gemäuer. Mit 6000 Euro fördert der Ortsbeirat die Egbert-Grundschule, die einen Multifunktionsraum mit unter anderem neuen Jalousien ausstatten will. Der soll vor allem als Lesesaal, aber auch für Filmvorführungen dienen. Die entsprechenden Beschlüsse fasste der Ortsbeirat in seiner Sitzung im SPD-Fraktionsraum im Rathaus in großer Einmütigkeit. Der Stadtteil-Vertretung stehen jährlich 35 000 Euro für kleinere Maßnahmen in der Altstadt und im Gartenfeld zur Verfügung.