Vom Leben und Sterben während des Dreißigjährigen Krieges
Trier · "1636 - ihre letzte Schlacht" heißt eine Sonderausstellung im Rheinischen Landesmuseum in Trier. Ausgehend vom Fund eines Massengrabs aus dem Dreißigjährigen Krieg werden auch die Ereignisse in Trier zu dieser Zeit beleuchtet.
Trier. Das Rheinische Landesmuseum Trier zeigt bis zum 18. Oktober eine Sonderausstellung mit dem Titel "1636 - ihre letzte Schlacht". Im Jahr 2007 wurde im brandenburgischen Wittstock das größte Massengrab aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges entdeckt. Mehr als ein Dutzend Forscher unterschiedlichster Disziplinen beschäftigten sich in der Folge mit der Untersuchung des Fundes. Die Skelette von 125 gefallenen Soldaten und Hunderte Funde vom historischen Schlachtfeld ermöglichen so Einblicke in die wechselvolle Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Modernste Analysen erlaubten die Rekonstruktion der Lebenswege der dort bestatteten Männer, von ihrer Kindheit in verschiedenen Regionen Europas bis zum Tod in einer der größten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges. Die Ausgrabungsergebnisse lassen jedoch auch einen Blick auf das alltägliche Leben in langer Kriegszeit zu, das die historischen Berichte meist nicht wiedergeben. Ergänzt wird die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg mit Themen und Exponaten zu Ereignissen in Trier um 1636: die Gefangennahme des Trierer Kurfürsten, die den weiteren Kriegsverlauf - bis hin zur Schlacht von Wittstock - beeinflusste, die letzten Lebensjahre von Friedrich Spee, dem mutigen Anwalt gegen die Hexenverfolgung, sowie Not, Pest und Tod in diesen Kriegsjahren. Am Sonntag, 26. Juli, gibt es um 15 Uhr zudem eine Führung, in der die Ausstellung mit einer fachkundigen Begleitung erlebt wird. Sie kostet 2 Euro (plus Ausstellungseintritt). red
Informationen zum Begleitprogramm, zum museumspädagogischen Programm für Schulklassen und zu Führungen unter: <%LINK auto="true" href="http://www.landesmuseum-trier.de" class="more" text="www.landesmuseum-trier.de"%>.