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Vom Toten auf dem Spielesplatz

Vom Toten auf dem Spielesplatz

Die Bernkastel-Kueserin Anna-Lena Hees veröffentlicht im Mai ihr elftes Buch: den zweiten Teil einer Krimi-Reihe über den Trierer Stadtteil Pfalzel. Und die 23-Jährige plant schon ihr nächstes literarisches Projekt.

Trier-Pfalzel/Bernkastel-Kues Die Idee kam Anna-Lena Hees beim Autofahren. Ihr täglicher Weg von ihrem Wohnort Bernkastel-Kues zur Schule nach Trier führte sie über die A 602, die auf der anderen Moselseite parallel zu dem Trierer Stadtteil Pfalzel verläuft. "Der Ort hat es mir irgendwie angetan", erzählt die 23-Jährige über den mehr oder weniger unbekannten Trierer Stadtteil mit historischem Kern und direktem Moselzugang.
Irgendwann sei sie dann einfach mal hingefahren und habe sich den Ort angesehen. "2015 kam mir dann die Idee, ein Buch über Pfalzel zu schreiben." Und die Arbeit an "Tod an der Wallmauer" begann.
Ideen für die Geschichte hat sie sich vor Ort geholt, wie sie sagt. "Ich lasse mich von Dingen, die ich sehe und höre, inspirieren. Das kommt spontan." Fürs Schreiben an sich braucht Hees, die am Bernkastel-Kueser Marktplatz über dem Geschäft ihres Vaters wohnt, nicht lange. "Ich schreibe, seit ich einen Stift in der Hand halten kann", sagt sie. Am ersten Pfalzel-Krimi habe sie von Juli bis August/September 2015 geschrieben, der zweite Teil war dann Ende 2016 fertig und ist im Mai im AAVAA-Verlag erschienen.
Dort hat sie auch schon ihren Debüt-Roman und weitere Bücher veröffentlicht. "Ich fühle mich bei dem Verlag gut aufgehoben, er bietet auch jungen unbekannten Autoren eine Chance", sagt die Studentin.
Leben kann sie derzeit nicht von den Verkäufen ihrer Bücher, "aber es springt ein bisschen was heraus". Vernetzt ist Anna-Lena Hees auch mit anderen Autoren, die regionale Krimis schreiben.
Ihr nächstes Werk ist bereits in Arbeit und wird auch in der Region spielen, wenn auch nicht in Pfalzel, sondern etwas weiter moselabwärts. "Das Geheimnis um Burg Landshut" soll, natürlich, rund um ihre Heimatstadt Bernkastel-Kues spielen. "Ich sehe die Burg von meinem Schlafzimmer aus. Zuerst sollte das Buch eigentlich ein Roman werden, aber dann habe ich mich doch für einen Krimi entschieden", sagt sie.
Die Pfalzeler Krimi-Reihe soll übrigens mehr als die derzeit fertiggestellten zwei Teile umfassen. "Ursprünglich wollte ich nach zweien Schluss machen, aber das hörte sich dann so unvollständig an", sagt sie. Jetzt habe sie sich auf sechs Bände festgelegt.
"Aber vielleicht schreibe ich auch mehr." Band drei ist schon in Arbeit und trägt den Arbeitstitel "Anschlag aufs Amtshaus" und handelt von einer Einbruchsserie.
Und wer weiß, welche Ideen Anna-Lena Hees beim Autofahren oder Spazierengehen noch so kommen. Für einen weiteren Krimi sind sie allemal gut.

"Der Tote vom Spielesplatz" ist im regionalen Buchhandel und im Internet erhältlich, ISBN 978-3-8459-2290-4. Anna-Lena Hees wird das Buch auf der Pfalzeler Kirmes am Sonntag, 24. September, im Festzelt vorstellen. Weitere Infos: <%LINK auto="true" href="http://www.autorinannalena.wg.vu" text="www.autorinannalena.wg.vu" class="more"%> und unter <%LINK auto="true" href="http://www.facebook.com/" text="www.facebook.com/" class="more"%>
pfalzelkrimi
Extra: DIE AUTORIN ANNA-LENA HEES


Anna-Lena Hees ist 23 Jahre alt und wurde am 3. Januar 1994 in Bernkastel-Kues geboren. 2008 belegte sie bei dem Literaturwettbewerb der Oppenheimer Festspiele den ersten Platz ihrer Altersgruppe. Einige ihrer Gedichte veröffentlichte sie in Anthologien. Ihr Abitur hat sie 2016 an der Berufsbildenden Schule Gewerbe und Technik in Trier gemacht. Im Wintersemester 2016/17 begann sie an der Universität Trier ihr Studium in Germanistik und Anglistik. Berufswunsch: Lektorin, Texterin oder Redakteurin. Ihre Lieblingsautoren sind Andreas März, Nadine Nägele und Judith W. Taschler. Neben Krimis und Gedichten hat Anna-Lena Hees auch schon ein Kinderbuch veröffentlicht. Der zweite Pfalzel-Krimi "Der Tote auf dem Spielesplatz" ist ihr elftes Buch.