1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Vom Zierrasen zum "Schmuckkästchen"

Vom Zierrasen zum "Schmuckkästchen"

EHRANG-QUINT. (lik) Bald 20 Jahre ist der Jugendtreff Ehrang-Quint Anlaufstelle und Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus dem Umkreis. Seit dieser Woche können sich die Jugendlichen über einen neu gestalteten Außenbereich freuen. Dank einer Spende des Rotary-Clubs Trier verwandelte sich ein schlichter Zierrasen in einen Spiel- und Bewegungsplatz.

"Nachdem wir uns letztes Jahr für den Hospizverein eingesetzt haben, wollten wir jetzt im Rahmen des Programms 100 Jahre Rotary Club International den Jugendlichen unter die Arme greifen", begründet Professor Dietrich Dickertmann, Präsident des Rotary Clubs Trier, die Entscheidung, 5000 Euro zu spenden. Dass diese gut angelegt wurden, konnte er bei der Einweihung des neuen Platzes nicht nur unmittelbar an den Turn- und Klettergeräten erkennen, sondern vor allem an den freudigen Gesichtern der Jugendlichen: Trotz tropischer Hitze wurden die Geräte gleich auf ihre Tauglichkeit geprüft. Glücklicherweise befinden sich unter den Neuanschaffungen auch eine große Gummihängematte und mehrere Bänke, die sich nach den Tests bestens zur Erholung eigneten. Doch die Jungs und Mädels sollen sich in erster Linie nicht ausruhen, sondern wieder mehr bewegen - und das eben möglichst mit Spaß an der Sache. Sieglinde Saif, Leiterin des Jugendtreffs, sieht sich täglich mit den Bewegungs-Problemen von Jugendlichen konfrontiert: "Auf Ausflügen oder beim normalen Sport zeigen sich immer häufiger Konditionsmängel oder Gleichgewichtsstörungen."Teil eines umfassenden Gesundheitskonzepts

Deshalb sieht sie in der Umgestaltung des Außenbereichs vom "Zierrasen mit unsichtbarem Betreten-verboten-Schild" zum "neuen Schmuckkästchen des Hauses" auch eine konkrete Investition in die Zukunft der Jugendlichen. Kein "normaler Spielplatz" sollte entstehen, sondern ein "multifunktionaler Spiel- und Bewegungsplatz", der in Verbindung mit Workshops zur besseren Ernährung der Kinder einem umfassenden Konzept diene. Ganz in diesem Sinne begrüßte Bürgermeister Georg Bernarding auch das Engagement des Rotary Clubs und der ehrenamtlichen Mitarbeiter und wünschte den Jugendlichen viel Freude an der Bewegung rund um ihr neu gestaltetes "Schmuckkästchen".