Von der Porta nach Krakau

TRIER. In zehn Tagen nach Krakau: Die Unesco-Welterbe-Rad-Tour ist gestartet. 25 Schüler des Trierer Auguste-Viktoria- und des Hindenburg-Gymnasiums (AVG und HGT) haben sich mit ihren Betreuern von der Porta Nigra aus auf den Weg gemacht, um in zehn Tagen mit dem Fahrrad ins polnische Krakau zu fahren.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem Auguste-Viktoria-Gymnasium und dem XII. Liceum in Krakau sind die Oberstufenschüler des Leistungskurses Sport der diese beiden Trierer Gymnasien gestern Mittag gemeinsam an der Porta Nigra zu einer Fahrrad-Tour von Trier nach Krakau gestartet. Verabschiedet wurden die Radfahrer von Josef-Peter Mertes, dem Leiter der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier. Die Ankunft am Florianstor in Krakau ist für Samstag, 16. September, geplant.Übers Deutsche Eck nach Tschenstochau

Die Etappen der Rundfahrt wurden von den Vertretern der Gymnasien so ausgewählt, dass die Schüler neben der sportlichen Herausforderung auch kulturelle Eindrücke mitnehmen. So liegen entlang der Strecke von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannte Sehenswürdigkeiten. Von Trier geht es über das Deutsche Eck in Koblenz zum römischen Grenzwall Limes, über Eisenach und einer Besichtigung der Wartburg nach Weimar. Über Dresden und den Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau führt die Strecke nach Tschenstochau, dem polnischen Zentrum der Marienverehrung. Nach einem Einblick in die oberschlesische Schwerindustrie und den Wurzeln der Frühindustrialisierung Europas endet die Rundfahrt in der Altstadt Krakaus. "Der besondere Reiz unseres Projektes liegt darin, die angeführten Etappenziele im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Rad zu erfahren", sagt Auguste-Victoria-Studiendirektor Karl-Josef Ludwig von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier. Die Schüler des Leistungskurses Sport haben sich mit ihren Betreuern intensiv auf den sportlichen Teil vorbereitet. So wurden im Vorfeld immer wieder Trainingsveranstaltungen absolviert. Zwischen 80 und 100 Kilometern auf verkehrsarmen Straßen sind für die täglichen Etappen vorgesehen. "Bei einem Schnitt von 20 Kilometern in der Stunde sitzen wir bis zu fünf Stunden auf dem Rad. Das ist für einen trainierten Freizeitsportler bei normalen Bedingungen problemlos zu schaffen", schmunzelt Ludwig.Polnische Schüler fahren ab der Grenze mit

Die 50 Mann starke Gruppe wird täglich von einem Reisebus begleitet. Sollten gravierende Schwierigkeiten während einer Etappe auftreten, so kann die gesamte Mannschaft samt Materialien mit dem Bus ins nächste Etappenziel gebracht werden. Ein Servicewagen mit Gepäck und Verpflegung ist ebenfalls als ständiges Begleitfahrzeug dabei. Im Vordergrund soll aber der kulturelle Aspekt der Tour stehen. "Wir wollen Grenzen überwinden und zur Verständigung beitragen. Dazu zählt insbesondere der persönliche Kontakt mit Jugendlichen aus unserem Nachbarland Polen", so Ludwig. Die polnischen Schüler der Partnerschule in Krakau sollen spätestens ab der Grenze die Gruppe vervollständigen. Weitere Infos über die Unesco-Welterbe-Tour unter www.avg-trier.de und www.hgt.bildung-rp.de.