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Von Fanfare bis Tritsch-Tratsch-Polka

Von Fanfare bis Tritsch-Tratsch-Polka

Einen bunten Melodienreigen haben die Musiker des Kreisorchesters Trier-Saarburg ihrem Publikum zum Galakonzert am zweiten Advent im Saal des Bürgerzentrums Schweich geboten. Das Orchester wurde geleitet von Dirigent Rainer Serwe.

Schweich. Das 1993 von jungen, engagierten Musikern gegründete Kreisorchester Trier-Saarburg ist immer wieder ein Publikumsmagnet. Am zweiten Advent präsentierte es das beeindruckende Ergebnis seines Probenjahres beim Galakonzert im Bürgerzentrum Schweich. Die Moderatorin das Galakonzerts, Aline Willems, begrüßte die fast 350 Gäste sowie lokale Politprominenz und Besucher aus Luxemburg.
Das Besondere des Kreisorchesters ist, dass hier rund 60 Musiker aus über 30 Musikvereinen des Kreises spielen. Warum spielt man im Kreisorchester, wenn man bereits in einem Musikverein ist? Aline Willems, die Klarinette spielt, sagt: "Es ist die Freude an der Musik und die Herausforderung, auf einer höheren Ebene zu spielen." Rainer Serwe, der musikalische Leiter des Kreisorchesters, meint: "Jeder, der Lust und Interesse hat und ein Instrument spielt, ist uns willkommen."
Das Konzert begann mit dem Werk "Fanfare-Flight to the unknown world" ("Fanfaren-Flug in eine unbekannte Welt"), einem Stück des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa. Dessen Anliegen war es, den Klangkörper in vollem Glanz erstrahlen zu lassen. Das Ensemble präsentierte sich bei diesem Stück in unterschiedlichen Facetten, indem es eine strahlende Eingangsfanfare mit einem dramatischen Choral kombinierte.
Das zweite Stück, "A Movement for Rosa" (Eine Bewegung für Rosa), bezieht sich auf eine reale Thematik. Es ist eine umfangreiche Tondichtung zu Ehren der Menschenrechtsaktivistin Rosa Parks, die sich gegen die Rassendiskriminierung auflehnte. Mark Camphouse setzte mit seiner Komposition dieser mutigen Frau ein musikalisches Denkmal.
Es folgten Melodien wie "Incantation and Dance", "Armenian Dances", "Suite from Hymn of the Highlands", "Tonys favourite Cartoons" und "The March From 1941". Das Kreisorchester stellte mit diesen Werken sein breites Können meisterlich unter Beweis. Das Publikum honorierte diese Leistung mit viel Applaus. Das Kreisorchester bedankte sich zum Schluss mit einer Zugabe.
Als Vorausblick auf das am 11. Januar in Welschbillig stattfindende Neujahrskonzert spielte das Kreisorchester die aus dem Wiener Neujahrskonzert bekannte Tritsch-Tratsch-Polka. Diese Schnellpolka von Johann Strauss Junior wurde 1859 in Wien zum ersten Mal zu Gehör gebracht und hat nichts von ihrem Schwung verloren. pitz