Von Frauen für Frauen

TRIER. Mit bislang 45 000 Euro unterstützte das Projekt "Frauenrechte sind Menschenrechte" der Katholischen Frauen Deutschlands (KFD) des Bistums Trier so genannte Barfuß-Anwältinnen in Pakistan. Das sind couragierte Pakistanerinnen, die Frauengruppen Grundkenntnisse in Frauenrecht vermitteln.

"Ich freue mich sehr, dass Sie bei den Menschen ihres Landes Bewusstsein dafür schaffen, welch schwerwiegendes soziales Problem die Verbrennungen von Frauen in unserer Gesellschaft sind", liest Dorothea Braukmann, KFD-Projektbeauftragte, aus dem bewegenden Brief von Asma Jahanhir vor. Asma Jahanhir ist Anwältin und engagiert sich in ihrem Heimatland Pakistan für die "Kampagne gegen die Verbrennung von Frauen", die in Zusammenarbeit mit dem KFD-Projekt vor mehr als fünf Jahren startete. Zum KFD-Projektabschluss waren fünfzig Frauen in die Katholische Akademie gekommen, um die Hilfsaktion Revue passieren zu lassen: 45 000 gespendete Euro haben dazu beigetragen, dass die Situation für die betroffenen pakistanischen Frauen insofern verbessert wurde, dass sie zumindest erfahren, dass sie sich gegen das erlittene Unrecht juristisch zur Wehr setzen können. In Pakistan seien Frauen von Attentaten bedroht, weil ihre Familien sie aus dem Weg räumen wollten, wegen angeblicher Verletzung der "Familienehre", schilderte Dorothea Braukmann ein Frauenschicksal. "Der Grund dafür kann sein, dass eine Familie für den Sohn eine bessere Partie sucht und die Ehefrau deswegen loswerden will", sagte die Projektbeauftragte, die bei ihrem jährlichen Besuch in Pakistan beobachtete, wie das Geld investiert wurde. "Häufig passieren so genannte Säureunfälle, die den Frauen das Gesicht verätzen", berichtete Braukmann. Laut Weltbankstudie gehöre der gesellschaftliche Status der Frau in Pakistan zu den niedrigsten weltweit, informierte sie weiter. Zwei Rechtsanwältinnen haben sich der Verbrennungsopfer angenommen, sie suchen sie in Krankenhäusern auf, klären sie über ihre Rechte auf und haben ein Frauenhaus gegründet. Das KFD-Projekt hat die Lohnkosten für Mitarbeiterinnen, die Barfuß-Anwältinnen, die Frauengruppen auch an der Basis über ihre Rechte aufklären. "Katholische Frauen waren schon immer gut im Geld sammeln", sagte Erika Höfling, Diözesanvorsitzende der KFD des Bistums Trier. Jede der Frauen habe einen Beitrag geleistet.

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