Von Gauer bis Konstantin
Mit ordentlich Orgelwein haben die Olewiger die neue Brücke in der Olewiger Straße begossen. Die Anwendung erfolgte beim ersten Olewiger Brückenfest eher inwendig, denn die offizielle Taufe muss erst in Ortsbeirat und Stadtrat abgesegnet werden.
Trier-Olewig. (cofi) Der Erfindungsreichtum der Olewiger kannte keine Grenzen. Die Wahlurne am Weinstand war am zweiten Abend des Brückenfestes gut gefüllt mit Vorschlägen für den Brückennamen: Adelssteg, Klosterbrücke, Seufzerbrücke und Brücke der Freundschaft. "Gauerbrücke, so hieß sie doch immer", verriet Bürgermeister Georg Bernarding seinen Favoriten. Für Julia Zorgui (11) war Konstantin-Brücke der passende Name, Olewiger Festbrücke wünschte sich ihre Schwester Sabrina (12). Auch wenn die Taufe noch nicht vollzogen ist, ihre neue Brücke hießen die Olewiger beim zweitägigen Brückenfest des Orgelbauvereins St. Anna willkommen. "In Olewig kann niemand mehr zu Hause gewesen sein. Wir haben zwar mit gutem Zuspruch gerechnet, aber alles hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte Vorstandsmitglied Manfred Stein. Bereits am Freitag verwandelte sich der Parkplatz an der Brücke zum ausgebuchten Festplatz. Am zweiten Tag zog das Fest auch Maiwanderer und Ausflügler an. "Wir sind eine Pfarrei und das Fest ist eine gute Aktion. Das muss man unterstützen", sagte Alfred Marx aus Irsch.Während sich die Festbesucher Wein, Bier und das Angebot vom reichhaltigen Kuchenbuffet vom Treveris-Chor schmecken ließen, konnten sich die Kinder mit Spielen beschäftigen, die das Team vom Jugendraum in der alten Schule organisiert hatten. "Keinem Kind ist langweilig. Unsere Aktion ist gut gelungen. Außerdem wollen wir ein wenig für die Jugend werben", sagte Andreas Terges (17), einer der sechs Teamleiter.