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Von Igel in die Schweizer Berge

Von Igel in die Schweizer Berge

Sandra Holtkamp-Schneble stammt aus Igel. Sie lebt in Unterseen (Schweiz): "Wir leben hier, wo andere Urlaub machen", sagt Sandra Holtkamp-Schneble.

"Ich lebe seit Juni 2000 im Berner Oberland in der Schweiz", sagt die heute 34-Jährige. Sie ging damals aus beruflichen Gründen nach Schönried (Gstaad). Die aus Igel stammende Frau ging alleine in die Schweiz und hat dort ihren Mann Dirk kennen- und lieben-gelernt. Er ist ebenfalls Deutscher.

"Geplant war damals, für eine Sommersaison von Juni bis Oktober in die Schweiz zu gehen. Daraus sind nun mehr als elf Jahre geworden", sagt sie. Seit 2006 lebe sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen (Kilian, sieben Jahre und Gabriel, 17 Monate) in Unterseen (Interlaken). Sohn Kilian geht in die zweite Klasse und spricht Schweizerdeutsch wie ein Einheimischer, sagt sie.

Sandra Holtkamp-Schneble vermisst ihre Eltern und ihre Schwester. "Aber auch kleine Dinge, wie ein leckeres Teilchen oder ein gutes Brot." Zudem vermisst sie Traditionen, die sie aus der Kindheit kennt und die es in der Schweiz nicht gibt. Was es hingegen gibt, sind Menschen aus Trier und Umgebung, die meist als Touristen in der Schweiz zu Gast sind.

Aus der Ferne betrachtet, schätzt sie an den Menschen aus ihrer alten Heimat, dass "sie zwar etwas unterkühlt wirken, aber herzlich gute Menschen sind." Davon können sich ihr Mann und die Kinder bei den regelmäßigen Besuchen in Igel überzeugen. Für Sandra Holtkamp-Schneble steht fest, dass sie später wieder in die alte Heimat zurückkehren will. Auch wenn sie in Unterseen lebt "mit Blick auf eine der schönsten Kulissen der Alpen: Eiger, Mönch und Jungfrau am Thuner See. Im Sommer findet man uns am See oder in den Bergen, im Winter geht es zum Skifahren", schwärmt die 34-Jährige.

Diese und weitere Post in die alte Heimat finden Sie im Internet auf www.volksfreund.de/exilaner