Von Räubern und Raupen
Aus einem Modellprojekt ist eine erfolgreiche Trierer Institution geworden: Ein Platz im "Haus für Kinder" ist bei Eltern sehr begehrt. Am Tag der offenen Tür konnten sie sich über die Konzeption informieren.
Trier. Eine gefräßige kleine Raupe und wilde orientalische Gesellen treiben im "Haus für Kinder" ihr Unwesen: Am Tag der offenen Tür führen die Kindergartenkinder das Stück "Die Raupe Nimmersatt" und die Schulkinder "Ali-Baba und die vierzig Räuber" auf. "Viele Eltern haben uns unterstützt", freut sich Tanja Merkel, die die Kindertagesstätte des Sozialdiensts katholischer Frauen (SKF) seit rund einem Jahr leitet. "Sie haben Stoffe zusammengesucht und Kostüme genäht."
Der Förderverein betreibe den Kuchenstand, der Elternausschuss unterstütze die Erzieherinnen bei der Bastelaktion: Die Kleinen können heute ihre eigene Seife herstellen oder Leinwände bemalen. 1990 als Modellprojekt begonnen, besuchen das "Haus für Kinder" heute 50 Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren in drei gemischten Gruppen. "Sie stammen aus dem ganzen Stadtgebiet", sagt Bernhard Klein, der die Gesamtleitung der SKF-Kindertagesstätten innehat. Das Angebot sei vor allem für berufstätige alleinerziehende Eltern attraktiv: Die Öffnungszeiten sind von sieben bis 17.30 Uhr. Das Haus ist nur an 24 Tagen im Jahr geschlossen.