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Von springender Knete und sterbenden Bäumen

Von springender Knete und sterbenden Bäumen

Der 51. Regionalwettberb von Jugend forscht und Schüler experimentieren hatte am Ende eine Gewinnerin, die alle überstrahlte: Eine 18-jährige Schülerin aus Bitburg gewann mehrere Sonderpreise, darunter den für die beste Arbeit.

Trier. Pinke Knete hüpft durch den Saal, ein Regenwurm frisst sich seinen Weg durch die Erde und Kinder experimentieren mit Zaubertinte. In der Aula der Hochschule Trier haben am Freitag 102 Schüler und Auszubildende ihre Arbeiten zu den Wettbewerben Jugend forscht und Schüler experimentieren präsentiert. Abräumerin des 51. Regionalentscheids in Trier war die 18-jährige Katharina Bales aus Neidenbach (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Sie erforschte das Sterben der Eschen in der Südeifel. Über einen Förster hatte die Schülerin erfahren, dass viele der Bäume von einem Pilz befallen sind. Innerhalb eines Monats hat sie fast 1800 junge Bäume auf einen Befall untersucht. Ihr Ergebnis ist erschreckend: Knapp 80 Prozent der Eschen sind abgestorben. Um zu sehen, welche Auswirkungen das auf die Natur haben könnte, hat sie ein kleines Experiment aufgebaut. In einer großen Schüssel hat sie einen Bachlauf nachgebildet. An einer Stelle pflanzte sie eine Esche mit einer tiefen Wurzel ein, an einer anderen Stelle pflanzte sie eine Buche mit einer eher flachen Wurzel. Sie lässt Wasser durch den künstlichen Bach laufen und zeigt dann auf die Erde. "In der Nähe der Esche ist der Bachlauf noch intakt", sagt sie. In der Nähe der Buche zeigen sich riesige Löcher. "Die Buche kann den Wegfall der Esche nicht ersetzen", ist sie sicher. Die Arbeit von Katharina Bales war der Jury nicht nur den ersten Platz in der Kategorie Biologie wert. Sie bekam außerdem den Sonderpreis für die beste Arbeit und den Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe überreicht. Der erste Platz und die beiden Sonderpreise sind mit je 75 Euro dotiert. Alarmanlage mit Stroboskop

Der erste Platz in der Kategorie Technik ging an drei Auszubildende der Natus GmbH. Die Trie rer Firma ist seit sieben Jahren Gastgeber des Regionalentscheids Trier. Die ElektronikerGesellen entwickelten eine computergesteuerte Alarmanlage. Der Auszubildende Marco Iwan (17) sagt: "Bei uns wurde in vergangener Zeit häufiger eingebrochen." Damit das in Zukunft nicht mehr so leicht passiert, entwickelten die Jugendlichen ein System aus Druckplatten, Wärmesensoren und Lichtschranken. Wird irgendeiner der Sensoren von einem Einbrecher aktiviert, strömt dichter Rauch aus einer Nebelmaschine und ein Stroboskop blitzt unentwegt, um den Einbrechern die Orientierung zu nehmen. Ein ganz anderes Forschungsfeld haben drei Schüler der Realschule plus in Trier-Ehrang bearbeitet. Sie entwickelten aus einem handelsüblichen Textmarker eine Zaubertinte, die für das bloße Auge unsichtbar ist. Alles was man dafür braucht, ist ein Textmarker und ein Schuss Zitronensäure. Sichtbar wird das Geschriebene dann beispielsweise mit einer UV-Lampe. Der Regionalentscheid Bitburg findet am Freitag, 19. Februar, in der Bitburger Stadthalle statt. Die Gewinner von Jugend forscht: Biologie: 1. Platz: Katharina Bales aus Neidenbach (St. Willibrord Gymnasium Bitburg); 2. Platz: Niels Dahlem aus Wasserliesch (Max-Planck-Gymnasium Trier); 3. Platz: Leon Willems aus Trier (Humboldt-Gymnasium Trier); Mathematik/Informatik: 2. Platz: Marius Frohn aus Züsch (Gymnasium Hermeskeil); 3. Platz: Nicolas Beth aus Osburg und Max Reichrath aus Neuhütten/Muhl (Gymnasium Hermeskeil); 3. Platz: Julian Kiefer aus Waldweiler, Maximilian Weiland aus Kell am See und Moritz Jung aus Naurath/Wald (Gymnasium Hermeskeil); Technik: 1. Platz: Marco Iwan aus Trier, Jannik Kahn aus Züsch und Luca Steinmetz aus Trier (Firma Natus); 2. Platz: Dennis Lossen aus Münstermaifeld und Marvin Heil aus Löf (Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld); Anika Runge aus Grafschaft Ringen und Lea Seuffert aus Grafschaft Bölingen (Realschule Bad Neuenahr-Ahrweiler); Die Gewinner von Schüler experimentieren: Biologie: 1. Platz: Constantin Fuchs aus Dreis (IGS Salmtal); 2. Platz: Marc Aßmann aus Wittlich, Adelina Naumenko aus Wittlich-Bombogen und Dominic Zimmermann aus Salmtal (Liesertalschule Wittlich); 3. Platz: Tristan Wölbert aus Morshausen (Kant-Gymnasium Boppard); Chemie: 1. Platz: Raphael Poth, Felix Förster und Nimue Weiß (alle aus Trier, Realschule plus Trier-Ehrang); 2. Platz: Andrej Arendt aus Dernbach (Evangelische Grundschule Mogendorf und Nordhofen); 3. Platz: Marie Wirtz aus Caan und Sophie Zuev aus Koblenz (Gymnasium Lahnstein); 3. Platz: Frederike Hoppe aus Koblenz, Lorena Pesch aus Oberbachheim und Lara Breitenbach aus Lahnstein (Gymnasium Lahnstein); Geo- und Raumwissenschaften: 1. Platz: Carlotta Hebisch und Linn Gabrielsen (beide aus Speyer, Gymnasium Speyer); 3. Platz: Mirella de Vries und Jasmin Dietrich (beide aus Mülheim, Freiherr-vom-Stein Realschule plus Bernkastel-Kues); 3. Platz: Florian Grulich aus Dannenfels, Alexander Rode aus Göllheim und Bastian Tremmel aus Kindenheim (Gymnasium Bolanden); Mathematik/Informatik: 1. Platz: Yannik Piroth aus Hermeskeil (Gymnasium Hermeskeil); 2. Platz: Raphael Ritter aus Reinsfeld (Gymnasium Hermeskeil); 3. Platz: Alexa Bettendorf aus Trier und Zoe-Shiva Harder aus Konz (Max-Planck-Gymnasium Trier); Physik: 1. Platz: Niclas Dzuik aus Eisenberg und Florian Wind aus Biedesheim (Gymnasium Bolanden); 2. Platz: Jan Letulé und Diem-Ha Dang (beide aus Trier, Humboldt-Gymnasium Trier); 2. Platz: Maximilian Zils aus Bassenheim und Marcus Still aus Mülheim-Kärlich (Realschule plus Mülheim-Kärlich); 3. Platz: Leon Weitzel aus Ingelheim (Gymnasium Mainz); Technik: Vincent Timm aus Bad Dürkheim und Dennis Krüger aus Ellerstadt (Gymnasium Maxdorf); Luca Henrik Schmähl aus Bobenheim-Roxheim (Gymnasium Frankenthal); 3. Platz: Florian Nordmann aus Nieder-Olm (Gymnasium Nieder-Olm)