Von wegen Flucht
Mainstream- und Chart-Musik wird es im neuen Club "Flucht nach vorn" nicht geben. Dafür aber eine breite Palette an verschiedenen Party-Formaten, die sich in Trier bereits einen Namen gemacht haben.
Trier. (mek) Minimal-Elektro-Musik bestimmte den Eröffnungs-Donnerstag, gestern ging es mit Reggae weiter und heute folgt dann mit den Kölner DJs D-Rush und Boogie Dan "Dope on Plastik" funkige Musik. Damit nicht genug: Frühaufsteher (oder solche, die noch gar nicht ins Bett gekommen sind) können ab 6 Uhr in den Sonntag starten. DJ Berni bittet zum (elektronischen) Frühsport.
"Ganz schön stressig", stöhnte Artur Bonarski, der für den neuen Club in der Judengasse verantwortlich zeichnet. 200 Menschen haben in den Räumen, in denen kürzlich noch das "Deep" zu Hause war, Platz. "Wir können gar nicht alle reinlassen, so voll ist das da unten." Noch vor wenigen Monaten war Bonarski mit seinem Latein am Ende. Die Pleite des "Emu's" traf auch seinen "Down Under People-Music-Club", der sich im Kellergewölbe unterhalb des Restaurants befand. Es folgte eine große Party im Ex-Haus. Nun hat er endlich wieder eine feste Bleibe in der Innenstadt. "Wir wollen außergewöhnliche Partyformate bieten. Vielleicht nicht das, was jeder mag; aber dass es eine Nachfrage danach gibt, hat sich schon im ,Down Under' gezeigt", erklärt Bonarski. Parallel zur Neueröffnung ging auch die Homepage www.fluchtnachvorn.de. online. Mit wenigen Klicks erfährt der Partygänger hier, welche Musik im "Flucht nach vorn" wann gespielt wird.