Vor 25 Jahren Diskussion um Nutzung des Gastelforte-Geländes

Zurückgeblättert - vor 25 Jahren : Diskussion um Nutzung des Castelforte-Geländes in Trier

Die Gebäude von Bau- und Teppichmarkt an der Zurmaiener Straße in Trier stehen heute noch, werden jedoch inzwischen anders genutzt. Vom Richtung Herzogenbuscher Straße liegenden Kasernenkomplex sind nur noch wenige Gebäude erhalten.

Vor 25 Jahren machte sich die Trierer Stadtpolitik Gedanken darüber, was aus dem als Castelforte bekannten rund 15 Hektar großen Gelände werden soll.

Ein Tankstellenbesitzer meldet Interesse an, ebenso das Ratio-Warenhaus. Gekommen ist es anders. Heute befinden sich auf dem Konversionsgelände unter anderem die Arena Trier, ein Möbel- und ein Baumarkt. Zudem sind dort Häuser und Wohnungen entstanden, die an Straßen liegen, die an bekannte Trierer erinnern: Paul Trappen (in seiner Zeit wohl der stärkste Mann der Welt), Röschen Görgen (Kunstfliegerin und Gründerin des Unternehmens Autohof Görgen) sowie Johannes Zenz (von 1947 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1984 Pfarrer der Gemeinde St. Ambrosius).
Castelforte ist lange Zeit Heimat einer französischen Einheit gewesen. Das 1er Regiment Commandement et de Soutien (1° RCS, Führungsunterstützungsregiment) verlässt laut Wikipedia jedoch am 23. März 1992 die Unterkünfte. Es ist nicht das erste Mal, dass französische Truppen in Trier sind. Von 1919 bis 1930 war die Kaserne beispielsweise von den Franzosen belegt und erhielt den Namen Quartier de l’Yser.
Doch es geht noch weiter zurück. Am 9. August 1794, pünktlich um 6 Uhr morgens, „verfügte sich der Stadtmagistrat zum Neutohre, um die Sieger zu empfangen, wie der Kriegsbrauch es mit sich bringt“. So zitiert ein Bericht über den Einzug der französischen Revolutionstruppen vor 200 Jahren im Trierischen Volksfreund die Gesta Treverorum. Am 9. August 2019 sind es somit 225 Jahre.