Vor, zurück, Siegerschritt

TRIER. Der Gläserne Tanzschuh der Stadt Trier geht bei den Standards wie auch in der Latein-Wertung nach Nordrhein-Westfalen. Obwohl nicht Sieger, gingen die Trierer Paare keineswegs leer aus bei der renommierten Tanz-Gala in der Europahalle.

Die absolute Premiere im Trierer Tanzsport zeichnete sich ab, als nach dem Standard-Wettbewerb auch die Noten in der Latein-Konkurrenz addiert wurden: Noch nie in der 17-jährigen Geschichte des Traditions-Tanz-Turniers gab es ein und dasselbe Siegerpaar für beide Wertungen. Dies erstmals geglückt ist Phillip Clemens und Weronika Slotala vom "Boston Club" in Düsseldorf. Die Top-Leistungen des sympathischen Siegerpaars wurden von dem tanzsportbegeisterten Publikum in der Trierer Europahalle mit frenetischem Beifall belohnt. Aber auch die teilnehmenden Trierer Tanzpaare verbuchten beste Erfolge. Platz zwei ging an Joachim und Nadine Burgard (TSC Schwarz-Silber) bei den Standards und an Ilja Ionov und Jana Frank (TSC der DJK/MJC) in der Latein-Konkurrenz. "Wir haben für Trier getanzt. Es ist unsere Stadt, da haben wir uns besondere Mühe gegeben - auch für unsere Freunde", sagten Ilja Ionov und Jana Frank noch ganz außer Atem. Mindestens genauso glücklich wie das Paar waren Aigulim Schumagalieva (12 Jahre), Louisa Teixeira (7) und Ljudmila Ionova (12), der junge, treue Anhang des Paares. Ob Samba, Rumba oder Cha Cha Cha: Spätestens bei den Latein-Tänzen geriet das Blut beim männlichen Publikum in Wallung durch das Outfit und atemberaubende Tanzfiguren vornehmlich der Damen. Küsschen hier, Tanzen da

Schirmherr Bürgermeister Georg Bernarding und Sportkreisvorsitzender Alfons Steinbach (Trier) genossen begeistert die heißen Latein-Tanznummern von exponierten Plätzen aus. Steinbach: "Wir sind längst nicht nur vom brasilianischen Fußball begeistert." Der Job eines (Trierer) Bürgermeisters dürfte hin und wieder das Abschreck-Prädikat "arbeitsintensiv und stressig" erlangen. Die schöne und angenehme Seite des Amtes erlebte Georg Bernarding an diesem Abend: Er durfte alle siegreichen Tänzerinnen küssen. In dieser Situation hätte manch einer der männlichen Besucher mit ihm tauschen wollen. Abseits von den Parkettkünsten wurde zudem Tanzsportclub Treviris Präsident Tino Schneider von Alfons Steinbach mit der silbernen Ehrennadel vom Sportbund Rheinland ausgezeichnet.

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