Vorbeugende Arbeit mit Familien als Schwerpunkt
Der Jahresbericht 2007 der Lebensberatungsstelle des Bistums Trier berichtet viel Positives: 1256 Menschen haben im vergangenen Jahr von der Lebensberatung Hilfe erhalten. Der Schwerpunkt der Beratung lag bei der vorbeugenden Arbeit mit Familien. Der Jahresbericht lobt darüber hinaus vor allem die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte.
Trier. (red) 1256 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen hat die Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Trier im vergangenen Jahr mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Zusätzlich erhielten 598 Menschen als Teilnehmer bei Veranstaltungen der Lebensberatung Rat, Unterstützung und Weiterbildung. Das geht aus dem Jahresbericht 2007 der Trierer Lebensberatungsstelle hervor. In ihrem Bericht sprechen die Trierer Berater vor allem die vorbeugende Arbeit mit Familien und die Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte Trier an."Beide Einrichtungen haben seit Jahren die Chancen gemeinsamer Planungen erkannt und entsprechende Angebote für Familien entwickelt", weist der Bericht auf die Zusammenarbeit hin. So gebe es die "zugehende Beratung", die an einem Vormittag in der Familienbildungsstätte stattfinde, an dem auch mehrere Kursangebote für Familien dort auf dem Programm stünden. Daneben gebe es Bildungsangebote, die in der Familienbildungsstätte angeboten, aber von Beratern gestaltet würden. Dies seien beispielsweise der Kurs "Wenn aus Paaren Eltern werden", das Paartraining "…damit die Beziehung gelingt" oder der Gesprächsabend "Kinder brauchen Mütter und Väter". Weiter gebe es Schulungen für Tageseltern und Hebammen.Die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen bringe Vorteile für die Beratungsarbeit. "Die Mitarbeiterinnen der Familienbildungsstätte sind dabei eine wichtige Nahtstelle und vermitteln häufig den Kontakt zu den Beraterinnen", schildert der Bericht. Darüber hinaus beschreibt der Jahresbericht die Gründe, aus denen sich die Menschen im letzten Jahr an die Trierer Lebensberatung wandten. Bei den Erwachsenen waren Unsicherheiten in Erziehungsfragen, Probleme bei Trennung und Scheidung, Kommunikationsprobleme, und belastende Beziehungen zwischen Familienmitgliedern wichtige Themen. Kinder wurden in Trier vor allem beraten wegen Entwicklungsauffälligkeiten, Arbeits- und Leistungsstörungen, aggressivem Verhalten, Aufmerksamkeitsstörungen und Selbstwertmangel. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die die Trierer Lebensberatungsstelle aufsuchten (53,9 Prozent), lebten nicht mehr in ihrer Ursprungsfamilie, sondern zum Beispiel bei einem alleinerziehenden Elternteil.Die Klienten der Trierer Lebensberatungsstelle kamen vor allem aus der Stadt Trier (58,3 Prozent) und aus dem Kreis Trier-Saarburg (39,9 Prozent). Die durchschnittliche Beratungsdauer lag 2007 bei 6,3 Stunden. Die Kosten der Lebensberatungsstelle betrugen vergangenes Jahr 311 164 Euro, wovon das Bistum Trier 55,1 Prozent finanzierte. 17,9 Prozent der Kosten wurden von der Stadt Trier, 19,6 Prozent vom Land Rheinland-Pfalz und 7,4 Prozent vom Kreis Trier-Saarburg übernommen.
Extra
Die Trierer Lebensberatungsstelle befindet sich in der Kochstraße 2. Telefonisch erreichbar ist das Beratungsteam montags und dienstags von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis 17 Uhr sowie mittwochs bis freitags nur vormittags unter Telefon 0651-75885. Online-Beratung: www.online.lebensberatung.info