1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Vorfreude auf die Rückkehr der Grundschule Trier-Feyen ins Stammgebäude

Interview : Vorfreude auf die Rückkehr der Grundschule Trier-Feyen ins Stammgebäude

Dass die neue Aulbrücke gebaut werden kann, war  2018 eine der wichtigsten Nachrichten für seinen Stadtteil, wie Ortsvorsteher Rainer Lehnart im TV-Interview erzählt. In diesem Jahr steht ein großer Umzug bevor.

Ein Blick zurück, ein Blick voraus: Die Trierer Ortsvorsteher skizzieren im Interview mit dem TV die wichtigsten Entwicklungen der Jahre 2018 und 2019 in ihren Stadtteilen. Heute: Rainer Lehnart (SPD), Ortsvorsteher in Feyen und auf der Weismark.

Was waren die wichtigsten Themen des Jahres 2018 im Stadtteil Feyen/Weismark?

Rainer Lehnart: Der Bau der neuen Kita am Schulstandort hat begonnen. Dort wird es fünf neue Gruppen geben. Der Druck ist hoch: Eigentlich war das Haus Tobias für die Bewohner von Castelnau I gebaut worden, aber diese Plätze sind schon jetzt alle vergeben. Besonders stolz sind wir auf die Frischeküche für Schule und Kita: Es ist die erste dieser Art in Trier.  Außerdem hat die energetische Sanierung der Grundschule begonnen. Die Bebauung von Castelnau I wurde fast abgeschlossen. Neben Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern sind 2018 auch zwei öffentlich geförderte Wohnblocks bezogen wurden. Diese Mischung ist uns wichtig.
Die Planungsmittel für den Lückenschluss zwischen Arnulf- und Aulstraße einschließlich der Aulbrücke wurden endlich in den städtischen Doppelhaushalt 2019/20 aufgenommen. In diesem Jahr besteht das Provisorium Aulbrücke seit zehn Jahren – einfach skandalös! Die Brücke soll ein Stück weiter Richtung Stadtmitte neu gebaut werden. Die Kleingärten, die dazu gebraucht werden, sind inzwischen  fast alle aufgekauft.  Außerdem haben wir die ersten Biografietafeln zu den Namensgebern einiger Straßen angebracht.  Finanziert wurden sie aus dem Ortsbeiratsbudget – genau wie die Beleuchtung des Fußwegs zum Minigolfplatz.

Was wird Ihren Stadtteil 2019 voraussichtlich beschäftigen?

Lehnart: In diesem Jahr wird endlich die Straße „Zum Pfahlweiher“ ausgebaut. In der Ortsdurchfahrt von Alt-Feyen werde ich darauf dringen, dass endlich Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt werden, dafür hat der Ortsbeirat bereits vor Jahren einen hohen Betrag aus seinem Budget zur Verfügung gestellt.
Ich freue mich besonders, wenn im Herbst die Grundschule aus ihrem Ausweichquartier in Medard wieder zurück in das sanierte und erweiterte Gebäude am alten Standort zieht. Bis dahin soll der Schulwegeplan umgesetzt sein, den der Ortsbeirat mitfinanziert hat – ein Pilotprojekt mit dem Ziel, unnötige „Elterntaxis“ zu vermeiden und mit den Eltern zusammen Alternativen zu erarbeiten, wie die Kinder sicher zur Schule gelangen. Dazu gehört auch eine Fahrrad- und Rollergarage.
Wir hoffen, dass 2019 der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Castelnau/Mattheis erfolgt. Auf dem Gebiet, auf dem mal der Handwerkerpark entstehen sollte, werden bis 2023 rund 2000 Wohnungen entstehen – auch hier wird es einen gesunden Wohnungsbau-Mix und eine Kita geben.
Und dann werden im Rahmen eines Besucher-Lenkungskonzepts durch den besonders geschützten FFH-Bereich des Mattheiser Waldes Infotafeln errichtet, auf denen erklärt wird, wo man langgehen darf, wo nicht – und warum nicht. Ein Arbeitskreis hat dieses Konzept entwickelt. Schließlich entsteht am Mattheiser Weiher auf private Initiative hin eine Trainingsstation, die jeder nutzen kann, der Lust hat.

Sind die Ortsbeiräte noch zeitgemäß?

Lehnart: Sie sind, zusammen mit den Ortsvorstehern, das verbindende Gremium zwischen dem Stadtteil einerseits  und der Stadtverwaltung beziehungsweise dem Stadtrat andererseits. Ich bin dafür, dass die Verwaltung in der kommenden Legislaturperiode Fortbildungen für Ortsbeiräte anbietet. Das würde ihnen helfen, ihre Aufgabe inhaltlich besser und kompetenter auszuüben und sie damit letztlich stärken.