Vorgetäuschte Räumlichkeit

Kaum Farben, Beton und etwas Faden - die Arbeiten, die Petra Deta Weidemann in der Galerie Junge Kunst zeigt, zeugen von einem klaren Minimalismus. Mit wenigen Hilfsmitteln will die Künstlerin mit den Flächen eines Raumes spielen.

Trier. (alo) Vorgeben, was ihre Arbeiten auszudrücken vermögen, will Petra Deta Weidemann nicht. "Die Arbeiten sind ziemlich offen und lassen Platz für eigene Interpretationen", erklärt die Künstlerin. Stattdessen interessiert sie vor allem eines: das Spiel mit den Flächen eines Raumes und mit ihm selbst.

In ihrer Ausstellung "Freisitz" in der Galerie Junge Kunst zeigt sie elf Werke, die erst im Zusammenhang mit der Wand ihre Wirkung entfalten. Sie sind so arrangiert, dass sie dreidimensional wirken. Manche Assoziationen werden sofort deutlich; wenn beispielsweise ein Rastplatz mit zwei Sitzbänken suggeriert wird. Bei anderen Werken kann jedoch eine Erklärung nicht schaden, da es sonst schnell passieren kann, dass man etwas ratlos vor den Arbeiten steht. Wenn mit der Farbe Blau und etwas Faden zum Beispiel riesige Hochhäuser angedeutet werden, muss man erst einmal die richtige Perspektive erkennen. Einige der Skizzen zu den Arbeiten helfen dabei - auch sie gehören zu der Ausstellung.

Galerie Junge Kunst, Karl-Marx-Straße 90, Trier Freitag 17-19 Uhr, Samstag und Sonntag 14-16 Uhr (bis 27. März)