Vortrag über die Trierer Lyrikerin Elise Haas in der Stadtbibliothek

Trier. (red) Um die Trierer Lyrikerin Elise Haas dreht sich ein Buch von Willi Körtels, das am 4. September um 17.30 Uhr im Vortragssaal der Stadtbibliothek Trier in der Weberbach vorgestellt wird. Elise Haas, geborene Bähr, wurde am 14. Juli 1878 in Tholey als Tochter einer wohlhabenden Kaufmanns-Familie geboren.

Im Jahre 1907 übersiedelte Familie Bähr nach Simmern, dem Geburtsort von Elises Mutter, um nach dem Tod von Henriettes Bruder Jacob Schloss dessen Kolonialwarenhandlung zu übernehmen. Elise Bähr heiratete am 14. September.1909 in Simmern den Steuerberater Wilhelm Haas aus Trier. Das Ehepaar Haas lebte von 1909 bis 1943, dem Jahr ihrer Deportation ins KZ Theresienstadt, in Trier. Von 1918 bis 1935 war das Haus Kaiserstraße 3a ihr Zuhause. Elise Haas verfasste lyrische Texte, die in deutschen und luxemburgischen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Nicht alle Texte von ihr sind bekannt. Einen Text hat sie im KZ Theresienstadt geschrieben. Einige wenige ihrer Handschriften sind noch erhalten, außerdem ihre Briefe an Jacob Picard, einem jüdischen Schriftsteller, und an Dr. Adolf Altmann, der Oberrabbiner von Trier.