Wachstumsimpulse durch Steuerentlastungen
Um dem heimischen Handwerk Wachstumsimpulse zu geben, fordert die Vollversammlung der Handwerkskammer, die "kalte Progression" im Einkommensteuertarif zu beseitigen und den Steuerbonus für Handwerksleistungen zu erhöhen.
Trier. (red) Steigende Energiepreise, die Dollarschwäche und die US-Immobilienkrise belasten das Wirtschafts-Wachstum, teilt die HWK mit. Vor allem die Binnennachfrage schwächele. Die HWK-Vollversammlung fordert daher Steuerentlastungen. Vorgeschlagen wird, den Steuerbonus für Handwerksleistungen zu erhöhen. Bisher können für Renovierungs- und Sanierungsaufwendungen in Wohnungen und Häusern 20 Prozent der Arbeitskosten, maximal 600 Euro, von der Steuerschuld abgezogen werden. Dies hat in den vergangenen Jahren zu einer Belebung in den Bau- und Ausbauhandwerken geführt und die Schwarzarbeit eingedämmt. Mit Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent hat der Steuerbonus an Attraktivität eingebüßt. Die HWK fordert deshalb eine Erhöhung des Steuerbonus auf 25 Prozent sowie eine Zusammenlegung der bisher getrennt steuerlich geförderten Tatbestände für haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerksleistungen und Pflegeleistungen mit einem abzugsfähigen Höchstbetrag von 12 000Euro. Als weitere Unterstützung der privaten Nachfrage wird die Beseitigung der "kalten Progression" beim Einkommensteuertarif gefordert. Das Handwerkerparlament plädiert dafür, den Einkommensteuertarif an die Inflationsrate anzupassen.