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Wahl der Mosel-Weinkönigin: Fünf Kandidatinnen wetteifern um die Krone

Wahl der Mosel-Weinkönigin: Fünf Kandidatinnen wetteifern um die Krone

Fünf junge Frauen wollen am Freitag in Trier Moselweinkönigin werden. Die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder redet dabei ein Wörtchen mit.

Fünf junge Frauen wollen die silberne Moselkrone ergattern, aber nur eine von ihnen wird es schaffen. Ein Quintett wetteifert am Freitagabend in der Trierer Europahalle um den Titel der Moselweinkönigin. Bevor die Nachfolgerin von Lisa Schmitt aus Leiwen feststeht, müssen sich die Kandidatinnen den Fragen einer Jury stellen (siehe Info). Das Zeug dazu, neue Repräsentantin des Weinanbaugebiets Mosel zu werden, hat sicherlich jede Bewerberin. Denn alle sind mit der Moselregion verwurzelt und waren - oder sind es noch - Weinköniginnen in ihren Heimatorten.

Mit Kathrin Hegner aus Waldrach bewirbt sich nach vielen Jahren mal wieder eine Repräsentantin der Ruwer um die Moselkrone. Ein Bekannter aus dem Heimatort habe dauernd nachgefragt, ob sie nicht Lust hätte, zu kandidieren, erzählt die 23-Jährige. "Irgendwann habe ich mir dann gedacht, du hast nichts zu verlieren. Ich sehe uns alle Fünf als Gewinnerinnen, alle waren so mutig, mitzumachen." Kathrin Hegner ist amtierende Ruwerweinkönigin und arbeitet im Brüderkrankenhaus Trier als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Ihre Hobbys sind Sport und Nähen. Den Bezug zum Weinbau hat sie quasi in die Wiege gelegt bekommen: Kathrins Großeltern besaßen das Kelterhaus der Maximiner Herren in Waldrach, ihre Eltern haben das Objekt umgebaut.

Alina Scholtes aus Trittenheim wollte immer schon "die Leidenschaft für den Wein zum Beruf machen". Nach Abschluss des Bachelor-Studiums an der Weinhochschule Geisenheim hat die 24-Jährige ehemalige Weinkönigin von Trittenheim und der Römischen Weinstraße im April das Masterstudium in Weinwirtschaft an der Uni Gießen aufgenommen. Ehrenamtlich engagiert sich Alina in der Feuerwehr, dem Karnevalsverein und in Winzervereinen ihres Heimatorts Trittenheim. Obwohl sie viel über den Wein weiß, bereitet sie sich auf den heutigen Abend vor: "Daten und Fakten zum Weinanbaugebiet schaue ich mir schon noch an, im Sprechen und Auftreten habe ich durch meine bisherigen Ämter schon viel dazugelernt."

Die dritte Bewerberin aus der Region Trier ist Marie Jakoby aus Maring-Noviand. Die 21-Jährige Winzertochter ist Weintechnologin in einem großen Weingut an der Mittelmosel. Marie war drei Jahre Ortsweinkönigin. Wenn es heute bei der Wahl der Moselweinkönigin nicht klappen sollte, wäre das für sie kein Beinbruch: "Dem Weinbau werde ich so oder so ewig treu bleiben." Neben dem Wein gilt ihre große Leidenschaft der Musik. Im heimischen Musikverein spielt sie Trompete - zusammen mit ihrem Vater.

Das Feld der fünf Kandidatinnen komplettieren Hanna Gietzen (19) aus Alf (Verbandsgemeinde Zell) und Sarah Helm (26) aus Moselkern (Verbandsgemeinde Cochem).Fachwissen und Auftreten sind entscheidend

Am Freitagabend fällt in der Europahalle Trier die Entscheidung, wer Moselweinkönigin wird. Die fünf Kandidatinnen stellen sich einer Jury aus Wein- und Tourismusfachleuten sowie Medienvertretern. Auch die amtierende Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder aus Mehring gehört der Jury an.
Abgefragt wird Wissen über das Weinanbaugebiet Mosel sowie die Weinerzeugung und -vermarktung. Aber auch das Auftreten vor Publikum wird bewertet. Wie ist die Rhetorik, wie schlagfertig sind die jungen Frauen?