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Wahl in Schweich: CDU jubelt, Katzenjammer bei der SPD

Wahl in Schweich: CDU jubelt, Katzenjammer bei der SPD

Freude bei der CDU, Enttäuschung bei der SPD: Nach dem Sieg von Lars Rieger bei der Stadtbürgermeisterwahl in Schweich (der TV berichtete) sind die Christdemokraten der Moselstadt nach zwei Jahrzehnten mal wieder am Ruder. "Es wurde aber auch Zeit, endlich haben wir es geschafft", kommentierte Stadtrat Josef Rohr den deutlichen Wahlsieg seines Parteifreunds Lars Rieger.

Der 37-Jährige holte am Sonntag 65,4 Prozent der Stimmen, Achim Schmitt (SPD) kam nur auf 34,6 Prozent. Zuletzt stellte die CDU vor 21 Jahren mit Josef Rohr senior den Schweicher Stadtbürgermeister, auf ihn folgten Günter Porten (FWG), Vitus Blang (SPD) und Otmar Rößler (FWG).
Sehr enttäuscht von dem Wahlergebnis und der geringen Wahlbeteiligung (38,7 Prozent) ist die Vorsitzende des SPD-Stadtverbands Schweich, Iris Hess: "Achim hätte ein besseres Ergebnis verdient gehabt." In der nächsten Woche will die SPD-Stadtratsfraktion die Wahl analysieren und über ihren künftigen Kurs im Stadtrat beraten. Schmitt wird wohl weiter Fraktionsvorsitzender bleiben. Die Frage ist, wie sich die SPD bei der Beigeordneten-Wahl positionieren wird. In der Sitzung am 30. Juli wird ein neuer erster Beigeordneter gewählt (bisher war es Rieger); Schmitt ist zweiter Beigeordneter.
Mit 69,7 Prozent hatte Rieger im Stadtteil Issel den größten Rückhalt. Ortsvorsteher Johannes Lehnert gratulierte dem neuen Stadtoberhaupt am Sonntagabend aus seinem Urlaubsort in Österreich. "Lars Rieger hat in den vergangenen Wochen viel getan und wurde dafür belohnt", sagt Lehnert und meint damit den intensiven Haustür-Wahlkampf. Eine gute Zusammenarbeit, da ist sich der Ortsvorsteher sicher, hätte es auch gegeben, wenn Achim Schmitt die Wahl gewonnen hätte.
VG-Bürgermeisterin Christiane Horsch (CDU) zollt beiden Respekt, ihrem Parteifreund Rieger und Schmitt. "Ich bin froh, dass sich zwei bereitgefunden haben zu kandidieren." alf