Wahl Verbandsgemeinde Trier-Land

Bürgermeisterwahl : 17 758 Bürger haben  die Wahl

In der Verbandsgemeinde Trier-Land wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Fünf Kandidaten stehen dabei zur Wahl. Möglicherweise wird eine Stichwahl die endgültige Entscheidung bringen.

Nun wird es ernst. Am Freitag um 12 Uhr ist der erste Meilenstein auf dem Weg hin zu einem neuen Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt werden Briefwahlunterlagen in der Verbandsgemeindeverwaltung Trier-Land angenommen. Nach Auskunft der Verwaltung sind mehr als 1000 Anträge auf Briefwahl angefordert worden. Das sind mehr als sechs Prozent der Wähler.

Insgesamt dürfen 17 758 Frauen und Männer am kommenden Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr ihr Kreuz bei einem der fünf Bewerber machen. Das sind rund 1300 mehr als noch bei der Bundestagswahl. Woran das liegt? Nicht am Bezug von 500 neuen Eigenheimen oder der Eingemeindung von Eisenach oder Idesheim in die VG. Sondern am Wahlrecht. Denn auf kommunaler Ebene dürfen auch Bürger aus EU-Staaten ihr Kreuz machen.

Anders als noch vor acht Jahren stehen gleich mehrere Kandidaten zur Wahl, 2010 hatte Wolfgang Reiland (CDU) keinen Gegenkandidaten. Er ist seit 1997 im Amt. Damals hatte sich der damalige Werkleiter gegen Klaus Gewehr (SPD) und Heide von Schütz (Bündnis 90/Die Grünen) bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt.

Ob am Sonntag einem der fünf Bewerber der Durchmarsch gelingt, ist offen: Es stehen mit Michael Hol­stein (Freie Wähler), Patrik Kartes, Horst Mahncke (beide parteilos), Matthias Wagner (SPD) und Lothar Zengerling (CDU) sehr unterschiedliche Kandidaten zur Wahl. Legt man die Kräfteverhältnisse im Verbandsgemeinderat Trier-Land zugrunde, deutet vieles auf einen zweiten Wahlgang hin. Denn anders als beispielsweise in der Verbandsgemeinde Saarburg, wo die CDU-Fraktion fast die absolute Mehrheit der Sitze innehat, liegen in Trier-Land gleich drei Fraktionen relativ gleichauf.

Diese Ausgangssituation erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die 17 758 Frauen und Männer aus Deutschland und aus anderen Staaten der Europäischen Union erneut die Wahl haben. Und zwar am Sonntag, 17. Juni, ebenfalls in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr. Auf den Wahlzetteln würden dann die Namen der beiden Männer stehen, die in der ersten Runde am besten abgeschnitten haben.

Zwar hat die Verbandsgemeinde vergleichsweise wenige Ortsgemeinden – elf Stück. Doch gibt es viele Ortsteile. Entsprechend groß ist die Zahl der Wahllokale. Dazu sagt Johanna Fox, Sprecherin der VG-Verwaltung Trier-Land: „Es gibt 34 Wahllokale, von denen 28 barrierefrei sind. Zudem werden in allen Wahllokalen Wahlschablonen vorgehalten, die blinden Menschen oder Menschen mit stark eingeschränktem Sehvermögen das Wählen erleichtern.“

Zur richtigen Vorbereitung der Abstimmung gehört es auch, genügend Wahlhelfer zu finden. Sie sorgen in den Wahllokalen dafür, dass immer ein Kuli in der Wahlurne liegt, dass niemand zwei Mal abstimmt und dass nach 18 Uhr richtig ausgezählt wird.

Dankenswerterweise haben sich laut Fox in allen Wahlbezirken ausreichend Ehrenamtliche zur Verfügung gestellt.

Wer wissen möchte, wer im kommenden Jahr das Amt des Bürgermeisters übernimmt, hat gleich mehrere Möglichkeiten, dies zu erfahren. Die VG-Verwaltung in Trier ist am Sonntag ab 17.45 Uhr geöffnet. Die vorläufigen Ergebnisse werden nach 18 Uhr ständig aktualisiert in den Sitzungssaal übertragen. Der Trierische Volksfreund wird sowohl in seinem Online-Angebot unter www.volksfreund.de als auch in der Printausgabe am Montag über den Ausgang der Wahl berichten.

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