Waldracher feiern Hubertusmesse

Waldracher feiern Hubertusmesse

Nach altem Brauch hat die Gemeinde Waldrach erstmals seit den 80er Jahren wieder eine Hubertusmesse im Wald gefeiert. Für Kirchenmusik und Glockengeläut sorgten die Waldracher Winzerkapelle und eine Gruppe von Hornbläsern.

Waldrach. Ein Gottesdienst in Erinnerung an den heiligen Hubertus (siehe Extra), wie er in Waldrach noch bis in die 80er Jahre regelmäßig stattgefunden hat, wird nach altem Brauch mitten im Wald, unter freiem Himmel, gefeiert. Für den Großteil der Messbesucher fing der Sonntagmorgen in Waldrach daher auch mit einem ausgedehnten, steil bergauf führenden Spaziergang durch den idyllisch gelegenen Wald an.

Gut 400 Personen, inklusive Kindern und Hunden, zogen so auf Idee und Initiative der Freien Wählergruppe zu dem idyllisch gelegenen Jägerhäuschen, um die von Pfarrer Rainer Justen zelebrierte Hubertusmesse mitzufeiern. Kirchenmusik und Glockengeläut wurden hierbei eindrucksvoll von der Waldracher Winzerkapelle und einer Gruppe von Hornbläsern (Fürst-Plessmeute und Kylltalbläser, Trier) ersetzt.

Die Idee, diesen alten Brauch in Waldrach wieder zu beleben, kam aus den Reihen der Freien Wählergruppe, die dann mit Hilfe eines eigens gegründeten Organisationsteams, Vertretern aus Gemeinde und Forst, des Waldracher Rentnertreffs sowie verschiedener Sponsoren umgesetzt wurde. Im Anschluss an die Messe bereicherten Singkreis und Männergesangverein aus Waldrach Mittagessen und gemütliches Beisammensein. Neugierige kleine Besucher nutzten außerdem die Gelegenheit, sich nach Herzenslust in den Fühlboxen der "Waldschule" auszutoben.

Extra Der heilige Hubertus von Lüttich (657-727) war Bischof von Maastricht und Lüttich. Er ist wie Eustachius Patron der Jäger und Forstleute. Sein Name bedeutet "Der durch Verstand Glänzende". Seit dem Mittelalter wird die Hubertus-Legende erzählt, nach der er auf der Jagd von einem prächtigen Hirschen mit einem Kruzifix zwischen dem Geweih bekehrt wurde. Deshalb wird er als Schutzpatron der Jagd angesehen sowie als Patron der Natur und Umwelt, der Schützen und Schützenbruderschaften. Hubertus galt als Beschützer der Hunde und als Helfer gegen Tollwut. Am Hubertustag (3. November) geweihtes Salz, Brot und Wasser sollte gegen Hundebisse schützen, außerdem sollten auch die Hunde selbst dadurch vor Tollwut geschützt werden. Durch das Blasen der Hörner (Parforcehörner) entstehen bei einer Hubertusmesse die sogenannten "Cloches et carillons", glockenartige Klänge, die den großen Kirchenglocken in ihrer Wirkung kaum nachstehen.(wikipedia.de)

Mehr von Volksfreund