Warten auf das Wunder

Nacheinander beißen sich die Investoren am ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk die Zähne aus. Vor dem Bauunternehmer Erland Knaf, der seine Rechte offenbar gerne per Gericht und Top-Anwalt durchsetzt, hatten ein Schweicher Bauunternehmer und eine Fertighausfirma aus der Eifel versucht, dem Gelände neues Leben einzuhauchen.

Sowohl der Zweckverband Wirtschaftsförderung im Trierer Tal als auch die starke und einflussreiche Triwo saßen damals mit im Boot. Trotzdem blieb das Riesen-Areal tot - auch damals schon, weil es immer wieder Uneinigkeiten mit den städtischen Planern über die Nutzung gegeben hat. Dabei hat die Stadt nicht Unrecht: Werden nur die zur Straße hin gelegenen attraktiven Filetstücke gewinnbringend entwickelt, bleibt das Potenzial von etlichen zehntausend Quadratmetern Fläche unausgeschöpft. Offenbar scheinen weder Investoren noch Stadtplaner zu wissen, wie die Lösung des schwierigen Problems aussehen könnte. Fest steht, dass die Bemühungen der vergangenen 20 Jahre ohne Früchte geblieben sind. Vielleicht wirkt ja die Entwicklung des benachbarten Geländes Wunder: Denn die Geschäfte, die sich zwischen Römerbrücke und RWE ansiedeln sollen, werden auf jeden Fall für Publikumsverkehr sorgen. Ein gutes Argument, um Investoren Mut zu machen, sich auch ohne vorliegendes Gesamtkonzept für Triers Westen zu entscheiden. c.wolff@volksfreund.de