Warum auch Väter unbedingt lesen sollten
Trier · Wieder einmal war der rheinland-pfälzische Lesesommer ein Erfolg. Knapp 170 Bibliotheken haben sich landesweit beteiligt. Zufriedenheit auch bei der Städtischen Bücherei: 240 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren nutzten die Gelegenheit für spannende Momente.
Trier. Mechthild Brezing, Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung, hatte in den vergangenen Wochen gemeinsam mit ihren Kollegen und Kolleginnen alle Hände voll zu tun. Etwa 500 neue Bücher hatte sie für ihre Zielgruppe eingekauft. "Die gingen rasend schnell weg", freute sie sich bei der Abschlussveranstaltung in Anwesenheit von Bürgermeisterin Angelika Birk und der teilnehmenden Kinder im Palais Walderdorff.
Insgesamt wurden diese Bücher während des Lesesommers 1100-mal entliehen. Für sie sei das ein Beweis, dass man um die Zukunft des Buches nicht fürchten müsse. Etwa doppelt so viele Mädchen wie Jungen haben sich am Lesesommer beteiligt. Brezing glaubt nicht, dass Jungen generell weniger gern lesen. "Jungs lieben Abenteuerromane und technische Themen. Außerdem mögen sie Comics."
Doch weshalb kamen weniger Jungs als Mädchen? Hier kann Brezing nur mutmaßen: "Kinder beobachten viel und richten ihr Verhalten an den Eltern aus. Wenn ein Junge sieht, dass auch sein Vater gerne liest, dann wird er neugierig und will wissen, was denn da so viel Spaß macht." Natürlich sei es für die Eltern oft auch eine Frage der Zeit, ihre Kinder in die Bibliothek zu begleiten. Aus diesem Grund habe man auch den Samstag in die Öffnungszeiten mit einbezogen: "Dann kann die ganze Familie zur Buchausleihe kommen."
Bürgermeisterin Angelika Birk gratulierte den Teilnehmern zu ihrem Entschluss, sich am Lesesommer beteiligt zu haben. Es komme nicht darauf an, ob man nun zwei, drei oder 20 Bücher gelesen habe, sagte sie. Wichtig sei nur, dass man Freude am Lesen habe und so dem Lesen auch immer verbunden bleibe.
Abschließend übergab Bürgermeisterin Angelika Birk allen Teilnehmern der Aktion eine Urkunde. flo