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Warum ein hauptamtlicher Brand- und Katastrophenschutzinspekteur sein muss

Meinung : Brand- und Katastrophenschutzinspekteur: Das ist kein Feierabendjob

Ein Kommentar zur Ablösung des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs des Landkreises Trier-Saarburg.

Egal wie dieser Konflikt ausgeht. Bei allem Engagement und Einsatz: Es gibt Positionen, in denen die Zeiten des Ehrenamts vorbei sind. Die Aufgabe des Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs (BKI) gehört dazu. Wer sich einmal genauer mit den Aufgaben eines BKI beschäftigt, wird feststellen, dass diese sich nicht neben einem normalen Job erledigen lasse. Die Beratung des Landrats in Fragen des Brandschutzes, der Allgemeinen Hilfe und des Katastrophenschutzes ist da wohl noch die harmloseste Aufgabe. Die Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und anderen staatlichen Stellen oder das Mitwirken beim Erstellen und Fortschreiben von Alarm- und Einsatzplänen des Landkreises, die mit den Plänen der Gemeinden in Einklang stehen müssen, sind nur weitere Punkte auf einer langen Liste.

Das Hochwasser im Juli hat gezeigt, wie fordernd das Amt sein kann. Das ist eben nicht so nebenher zu machen. Wer das trotzdem glaubt, sollte sich ebenfalls dafür einsetzen, dass es nur noch ehrenamtliche Bürgermeister von Verbandsgemeinden gibt. Irgendwie lässt sich dieser Job sicher auch neben einem Job bei einer Bank in Luxemburg erledigen. Oder? Sicher nicht.

Vermutlich geht es jedoch gar nicht nur um die Ehrenamtlichkeit. Es geht wohl auch um Einfluss. Der ehrenamtliche BKI wird von Wehrleitern der Verbandsgemeinden gewählt. Die Einstellung eines hauptamtlichen BKI wird im Kreistag beschlossen. Die Diskussionen um einen hauptamtlichen Wehrleiter für die Verbandsgemeinde Trier-Land haben dies ebenfalls gezeigt. Da ging es darum, dass der Hauptamtliche eben nicht ein Mann der Wehren, sondern einer der Verwaltung ist. Und das ist in diesem Fall auch gut so.

Warum ein hauptamtlicher Brand- und Katastrophenschutzinspekteur sein muss
Foto: TV/Schramm, Johannes

h.jansen@volksfreund.de