1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Meine Hilfe zählt: Warum Menschen im Slum Volksfreund lesen

Meine Hilfe zählt : Warum Menschen im Slum Volksfreund lesen

Meine Hilfe zählt: Dank Spenden unserer Leser sind einige Projekte kurz davor, voll finanziert zu sein – andere stehen noch ganz am Anfang.

Christel Aretz und Johannes Michael Nebe aus Trier sind nach Afrika gereist, genauer gesagt in einen Slum im kenianischen Nairobi.

Mit im Gepäck: englischsprachige Bücher, gesammelt in der Region Trier – und den Trierischen Volksfreund. Denn in einer der Ausgaben war das Meine Hilfe zählt-Projekt „Unterstützung der ersten Bibliothek in den Slums von Nairobi“ des Vereins Bildung fördert Entwicklung vorgestellt worden.

Nebe ist der erste Vorsitzende. Sein Ansprechpartner in Kenia ist John Wesonga, 30, ehemaliger Student. Er hilft den bitterarmen Menschen im Slum Mathare, sich aus dem Elend der Armut zu befreien (der TV berichtete). Wesonga hatte die insgesamt sieben Vereinsmitglieder aus Deutschland erwartet, hatte Leiter verschiedener Areale und Jugendliche eingeladen.

 MHZ Spendenstand
MHZ Spendenstand Foto: TV/Schramm, Johannes

„Sie präsentierten uns ihre Ideen rund um die Bibliothek, die ein Kultur- und Bildungszentrum werden soll“, schreibt Nebe in einer E-Mail aus Kenia an den Trierischen Volksfreund. Angedacht ist, dort auch ein Zentrum für Lehrerfortbildung zu etablieren. Denn laut Nebe kümmert sich der Staat „überhaupt nicht um Schulbildung in den Slums.“ Über das Meine Hilfe zählt-Projekt können TV-Leser unter der Nummer 76630 mithelfen, dass sich die Menschen im Slum Mathare bilden können. Denn Bildung ist der Schlüssel für ein besseres Leben. Davon ist der gemeinnützige Trierer Verein überzeugt.

 Mit großem Interesse wird der TV in der neugegründeten ersten Bibliothek im Slum gelesen.
Mit großem Interesse wird der TV in der neugegründeten ersten Bibliothek im Slum gelesen. Foto: Christel Aretz

Rolli-Kids wollen nach Berlin Fast geschafft haben es die RSC-Rollis Trier. Sie wollen nach Berlin, sich während den Wheelsoccer-Meisterschaften mit anderen Mannschaften aus Deutschland messen und zusammen Zeit verbringen. In der Max-Schmeling-Halle dreht sich auch in diesem Jahr alles um Punkte und Spaß. Wheelsoccer ist eine Art Fußball im Rollstuhl, die mit Pezziball gespielt wird. Wie in den vergangenen Jahren möchten die RSC-Rollis Trier wieder mit drei Mannschaften antreten und ihre Stadt bestens vertreten. Doch die Teilnahme bedeutet auch, dass alle zusammen in der Jugendherberge in Wandlitz übernachten können.

 MHZ_Übersicht_0303_InterRed
MHZ_Übersicht_0303_InterRed Foto: TV/Schramm, Johannes

Das ist keine Selbstverständlichkeit für Menschen mit einer Behinderung. Denn in den meisten Herbergen und Hotels gibt es laut Günter Ewertz nur zwei behindertengerechte Zimmer. Ewertz ist Leiter der Kinder- und Jugendabteilung der RSC-Rollis Trier. Dem Meine Hilfe zählt-Projekt „Rolli-Kids Trier wollen wieder nach Berlin!“ fehlen nur noch 140 Euro, bis es heißt: Wir kommen! TV-Leser können unter der Nummer 74872 spenden.

Tische und Stühle für Hausaufgabenbetreuung Mit großen Schritten Richtung Ziel kommt auch das Projekt des Jugendzentrums Mergener Hof e.V. Rund 40 Kinder und Jugendliche treffen sich dort nach der Schule, um Hausaufgaben zu machen, für Klassenarbeiten zu lernen und um miteinander zu spielen und Sport zu machen.

Kai Wichmann leitet das Jugendzentrum der „Miez“ wie die Trierer sagen. Die Hausaufgabenbetreuung habe dort Tradition, sagt er. Die Plätze seien begehrt. Denn die Betreuung sei eine große Unterstützung für Familien.

Man kann sich vorstellen, wie Tische und Stühle aussehen, wenn sie seit Jahrzehnten benutzt werden. Deshalb bittet der Verein um Spenden, damit zwölf neue Tische und 40 Stühle angeschafft werden können. Das Geld für die Tische und die Hälfte der Stühle ist bereits zusammengekommen. Dem Projekt unter der Nummer 74499 fehlen noch 501 Euro.

Kinderschutzbund feiert 30. Geburtstag Auch um die Jüngsten der Gesellschaft kümmert sich der Kinderschutzbund Trier. Zu seinem Angebot gehört der Kinderschutzdienst – eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die geschlagen, vernachlässigt, seelisch unter Druck gesetzt oder sexuell missbraucht werden. Oder von Gewalt bedroht sind. In diesem Jahr blicken die Kinderschutzdienste in Rheinland-Pfalz auf 30 Jahre Arbeit zurück.

Ein guter Grund das Geleistete zu würdigen und die Öffentlichkeit über das Angebot zu informieren. Seit 1990 ist der Kinderschutzbund Trier Träger des Kinderschutzdienstes.

Die rheinland-pfälzischen Träger teilen sich die Arbeit rund um das Jubiläum auf. Aufgabe des Trierer Kinderschutzbundes ist es, sich um Plakate und Flyer zu kümmern. „Die Jubiläumsfeier steht in den Startlöchern“, heißt es auf der Internetseite der Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds (www.meine-hilfe-zaehlt.de).

Die ersten Vorbereitungen könnten dank der bisher eingegangenen Spenden bereits beginnen. „Herzlichen Dank.“ Es fehlen noch 360 Euro zur Vollfinanzierung des Projekts unter der Nummer 69631.