Was spielst du gerne?

TRIER-QUINT. Wie bringt man Kinder mit und ohne Behinderung zusammen? Ganz einfach, indem man ihnen eine Plattform bietet, wo sie zusammen spielen und toben können. Das Projekt "Auf den Spuren der Indianer" im Naturhaus Trier-Quint hat Spuren hinterlassen.

Wie haben Indianer eigentlich gelebt? Und wie war das mit den Tänzen am Lagerfeuer? Antworten fanden zwanzig behinderte und nichtbehinderte Kinder beim Spiel und in Workshops während der Projekttage "Auf den Spuren der Indianer" im Naturhaus Quint. Eingeladen hatte die Projektgruppe "Integration". Sie setzt sich zusammen aus Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich im Club Aktiv, bei den Naturfreunden Quint und im Jugendtreff Euren in der Jugendarbeit engagieren. Ziel der Projektgruppe ist es, durch gemeinsame Aktionen die Integration und das Zusammenleben behinderter und nichtbehinderter Kinder zu fördern. Das erste Träger übergreifende Angebot im Naturhaus Quint war prompt ein voller Erfolg. Beim gemeinsamen Bau eines Tipis, beim Einüben eines Indianertanzes oder beim rhythmischen Schlagen im Trommelworkshop hatten alle Kinder Spaß. Die alles entscheidende Frage nach dem ersten vorsichtigen Beschnuppern war: Was spielst du gerne? Marita Wollscheid vom Jugendzentrum Euren war begeistert von "ihren" Kindern aus dem Jugendzentrum: "Hier erlebe ich sie in einem ganz andern Kontext. Und ich bin erstaunt, wie liebevoll und fürsorglich die Kinder miteinander umgehen." Miteinander ohne Egoismus

Auch Claudia Klaus-Höhl vom Club Aktiv war beeindruckt von dem Miteinander, das jeglichem Egoismus an den drei Tagen wich. "Die Projekttage sind für mich und meine Gruppe ein großes Geschenk. Die Kinder lernen viel voneinander", sagte Klaus-Höhl. Und Marlies Wirtz hatte die kleinen "Naturfreunde" mitgebracht und war fasziniert von den wertvollen Erfahrungen, die die Kinder hier machen konnten - in ihrem gemeinsamen Tun und in dem Miteinander. Nach dem Abschlussfest, zu dem die Eltern eingeladen waren, zogen die zehn Betreuer ihr Fazit: wiederholungsbedürftig. Auch Katharina und Riana resümierten: "Die Projekttage sind sehr schön, weil man da auch andere Kinder kennen lernt", sagte Katharina. Katharina hat keine Behinderung. "Die Projekttage gefallen mir sehr gut. Es ist schön, andere Kinder kennen zu lernen", sagte Riana. Sie hat eine Behinderung.

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