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Was Viezjupp zum Ampelstau in Olewig zu sagen hat

Viezjupp : Die Rückkehr zur Normalität

Die Zentrale der Telekom befindet sich in Bonn und somit in Nordrhein-Westfalen. Offensichtlich hat man dort zu oft eine Comedyreihe im WDR-Radio gehört, in der Landesvater Armin Laschet bei jeder auch noch so unpassenden Gelegenheit von einer „Rückkehr zu verantwortungsvoller Normalität“ spricht.

Wohl deshalb hat man dort den Auftrag erteilt, auf Trierer Straßen ein Stück Normalität herzustellen: Die heißt Stau auf einer wichtigen Verbindung. Und so kommen Verkehrsteilnehmer zwischen Stadtbad und Olewig wieder in den Genuss zäh fließenden Verkehrs. Angeblich werden Kabel ausgetauscht. Es geht jedoch wohl darum, dass freie Straßen eben nicht die Normalität sind. Es versteht sich in diesem Zusammenhang, dass man die Bauarbeiten nicht an die große Glocke gehangen hat. Schließlich merkt der Autofahrer ja selbst, wenn er im Rückstau steht.

Dem Wunsch nach Normalität ist es auch geschuldet, dass in der kommenden Woche ein neues Gerüst an den Kaiserthermen aufgebaut wird. Zu ungewohnt ist der Anblick blanker Mauern, die trotz jahrelangem Werkeln immer noch reichlich brüchig aussehen. Das soll wohl mit der neuen Metallkonstruktion verdeckt werden. An der wiederum wird eine Folie befestigt. Die zeigt, wie es später einmal aussieht, wenn der Bau endlich neu verputzt, gestrichen und mit einem Dach versehen ist. Bei der Farbgebung will man sich am unaufälligen Wohnkomplex auf der gegenüberliegenden Seite der Straßenschlucht orientieren. Das wäre dann die Rückkehr zur Trierer Normalität im Umgang mit alter Bausubstanz, sagt euer Viezjupp