Was vom Ausflug übrig bleibt

Was vom Ausflug übrig bleibt

Über achtlos in die Landschaft geworfenen Abfall ärgern sich die Bürger im Trierer Stadtteil Ruwer. Beim traditionellen "Dreck-Weg-Tag" entfernen freiwillige Helfer den Müll von Straßen und Wegen.

Trier-Ruwer. (daj) Moselradweg und Ruwer-Hochwald-Radweg laden in Trier-Ruwer Einheimische und Touristen zu Ausflügen ein. Doch wirklich einladend sieht der Startpunkt am alten Bahnwärterhäuschen nicht aus. Überall verstreut liegt Abfall links und rechts des Weges - Papier, Kronkorken, Tüten voller Müll. "Es ist schon Wahnsinn, was hier alles weggeworfen wird", findet Monika Thenot, Ortsvorsteherin von Trier-Ruwer.Mehrere Dutzend freiwillige Helfer machen sich am Samstagvormittag auf zum "Dreck-Weg-Tag" und sammeln den Müll wieder ein, den andere hinterlassen haben. Mit dabei sind Mitglieder des Ortsbeirats, der Vereine, Jugendliche aus den Wohneinrichtungen der Gesellschaft für soziale Projekte GeSo und die katholische Jugend. Mit Handschuhen, Säcken und Greifern, die von der Stadt bereitgestellt wurden, schwärmen sie nun aus, um die Gegend um die Ruwermündung von Abfall zu befreien."Ruwer hat keinen Reinigungsdienst", erklärt Monika Thenot. Papierkörbe sucht man am Radweg daher vergeblich. So wirft manch einer seinen Müll in die Landschaft, anstatt ihn wieder mitzunehmen. "Wenn wir wollen, dass unser Ort sauber ist, müssen wir selbst Hand anlegen", sagt die Ortsvorsteherin, die Schaufel in der einen Hand, einen blauen Sack in der anderen und freut sich über die tatkräftige Unterstützung. Auch Jugendliche sind eifrig dabei. "Wir wollen, dass die Leute, die zu Besuch kommen, sich hier wohl fühlen", begründet der 15-jährige Nikolas Maximini sein Engagement und macht sich mit seinem Greifer wieder an die Arbeit. So viel Einsatz wird belohnt: Monika Thenot spendiert Getränke für alle, Bäcker und Metzger aus dem Ort sorgen für Brötchen und Fleischwurst.

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