Wasser marsch im Dschungel

Vor wenigen Jahren wurde der Spielplatz in der Josef-Matthias-Velter-Straße direkt am Moselradweg rundherum erneuert und als Abenteuerspielplatz eingerichtet. Bei der Eröffnung unkte Bürgermeister Georg Bernarding am Rande der Veranstaltung, dass schon bald über Vandalismus geklagt werden würde. Er hat Recht behalten.

Im Sommer macht die Wasserpumpe Spaß, im Winter ist sie leider abgestellt, bedauernd Chiara Thömmes, Angelina Karrenbauer, Lutz Schuler und Kevin Herrmann. TV-Foto: Gabriela Böhm

Trier-Ehrang. Quasi zum Warmwerden haben die Spielplatz-Detektive ihren ersten Check in Wohnort-Nähe vorgenommen. Die Lage des Spielplatzes wäre eigentlich ideal gewesen für einen Bolzplatz für Jugendliche. Dafür wird seit Jahren im Stadtteil händeringend ein Standort gesucht. Wo früher auf einem lieblos eingerichteten Spielplatz hauptsächlich ein schaukelnder Reifen die Möglichkeit für Bewegung und Freude bot und Pate für den Namen "Reifen-Spielplatz" war, ist heute eine "grüne Hölle" entstanden. Der fast undurchdringliche, kleine Dschungel aus Bambus-Pflanzen ist einer der großen Anziehungspunkte für die Kinder. "Hier können wir uns verstecken oder Polizei und Räuber spielen", erklärt Kevin.Viele Rückzugsmöglichkeiten, unterschiedliche Spielbereiche und die Lage abseits vom dichten Straßenverkehr sind einige der Pluspunkte des Spielplatzes. Wobei der Kleinkind-Sandkasten auch beliebter Spielbereich von etwas Älteren ist. Denn dort gibt es eine Wasserpumpe, die nach entsprechender Kraftanstrengung das kostbare Nass in den Sand befördert und Matsch erzeugt. "Wir haben einen guten Eindruck von dem Spielplatz", sagt das Spielplatz-Detektiv-Quartett. Eine große begrünte Fläche, dazu viel Schatten, ein Drehkarussell und Fahrradabstellmöglichkeiten machen einen ordentlichen Eindruck. Wären da nicht die abmontierte Schaukel und Seilbahn, die "bestimmt von Jugendlichen kaputt gemacht wurden", mutmaßen die Spielplatz-Detektive. Bereits kurz nach Neueröffnung des Spielplatzes gab es immer wieder Sachbeschädigungen von Unbekannten.So ist fast nur eine Hälfte des Platzes bespielbar. Angelina, Kevin, Chiara und Lutz haben aber noch mehr Mängel entdeckt. Die Holzstämme zum Balancieren sind morsch, fast verfault und wackeln. Zudem stecken ein paar dicke Schrauben darin. "Das ist gefährlich", monieren die Vier. "Für Kleine gut, Eltern können immer gucken", bewerten sie die nahen Bänke am Sandplatz positiv. Allerdings sind die Sprechrohre verstopft und vermiesen damit den Spaß - Verursacher unbekannt. Doof finden sie, dass die Wasserpumpe im Winter abgestellt ist und folglich in dieser Zeit viel Spaß verloren geht. In seiner Sommerserie testet der Trierische Volksfreund die Qualität einiger Spielplätze. Die Spielplatz-Detektive Angelina, Kevin, Lutz und Chiara nehmen sie unter die Lupe. Die Stadt Trier unterhält mehr als 100 Spielplätze.