Wasser marsch!

Über mangelndes Zuschauerinteresse brauchte sich der Löschzug Olewig nicht zu beklagen: Viele Besucher kamen zum Fest des 112-jährigen Bestehens und überzeugten sich dann, wie professionell die Olewiger Wehr arbeitet.

Trier-Olewig. Der Renner bei den kleinen Besuchern waren die Fahrten in einem richtigen Feuerwehrauto - just bis zu dem Zeitpunkt, als die Schauübung von Olewiger Jugendwehr und Erwachsenenwehr startete.
Zwar qualmte es mitunter gehörig, aber dies schien den Besuchern nichts auszumachen: Auf einer Freifläche oberhalb des Gerätehauses demonstrierten die Feuerwehrmänner eindrucksvoll, wie es zugeht, wenn ein brennendes Auto gelöscht und die Insassen mit schwerem Gerät aus dem Unfallwagen befreit werden müssen.
Professionelle Demonstration



Anschließend durften die kleinen Besucher selbst an die Wasserspritze, was ihnen sehr viel Spaß machte. Die Erwachsenen versuchten, die Geräte Spreizer und hydraulische Schere zu bedienen, jene technischen Hilfsmittel, mit denen bei Unfällen Menschenleben gerettet werden können.
"Dass die Teile so schwer sind, hätte ich nicht für möglich gehalten", wunderte sich eine junge Frau. Ein kurzzeitiges Aufklaren am Himmel hatten die Olewiger geschickt genutzt, um die Feuerwehrdemonstration doch noch trockenen Fußes vorzuführen. Leider war der Festsonntag größtenteils verregnet, während am Samstagabend allerbeste Wetterbedingungen herrschten.
"Wir standen bis nach Mitternacht im kurzen Hemd hier draußen", sagte ein zufriedener Löschzugführer. Schließlich hatten sich die Olewiger ganz schön ins Zeug gelegt für ihr Jubiläum. Nach der feierlichen Messe eilte Pastor Stefan Dumont von der heimischen Pfarrkirche zum Gerätehaus, wo bereits die Bläsergruppe St. Anna die Teilnehmer des Fußmarsches musikalisch willkommen hieß.
Bei dem kleinen Festakt lobten Herbert Albers-Hain, Chef der Trierer Berufsfeuerwehr, und auch Ortsvorsteherin Petra Block die Freiwillige Feuerwehr. Ihr gemeinsamer Tenor: Die gesamte Bevölkerung profitiere vom Löschzug Trier-Olewig.Extra

40 Jahre: Hauptfeuerwehrmann Albert Oberbillig. 25 Jahre: Oberbrandmeister und Löschzugführer Johannes Haag (silbernes Feuerwehrehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz). Haag erhielt zudem das Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze. Zehnjährige Mitgliedschaft: Hauptfeuerwehrmann Andreas Raul, Oberfeuerwehrmann Dennis Preis. Befördert: Michael Razen zum Löschmeister; Volker Schuh, Peter Audesirk, Andreas Terges, Dennis Preis, Andreas Reuter jeweils zum Hauptfeuerwehrmann; Patrick Bechtel zum Oberfeuerwehrmann; Christoph Schmitt, Mischa Hammes, Benedikt Adam, Stefan Wallerath, Christoph Reuter zum Feuerwehrmann. Neu aufgenommen: Anwärter Max Hinkel. Wechsel bei der Jugendwehr: Löschmeister Thomas Maes ist Jugendwart (zuvor Brandmeister Stefan Haag). Feuerwehrmann Mischa Hammes ist neuer Stellvertreter (zuvor Brandmeister Stefan May). LH

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