Wasserrohrbruch in der Stadt Trier sorgt für Staus

Trier · Kurz aber heftig waren die Folgen eines Wasserrohrbruchs am Mittwochmittag am Trierer Barbaraufer: In mehreren Stadtteilen fiel die Wasserversorgung aus - und Autofahrer fanden sich wegen der Sperrung der Uferstraße im Stau wieder.

Wasserrohrbruch in Trier.

Foto: Friedemann Vetter

Durch das Loch in einer Hauptversorgungsleitung mit 40 Zentimetern Durchmesser war gegen 13 Uhr in kurzer Zeit so viel Wasser ausgetreten, dass der Wasserdruck im gesamten Leitungssystem in Trier ausgefallen war. Ganze Stadtteile, insbesondere die auf Höhe der Mosel gelegenen, waren teilweise ohne fließendes Wasser. Gegen 13.30 Uhr hatten die Stadtwerke das gebrochene Rohr vom restlichen Leitungsnetz isoliert. Im wieder geschlossenen Rohrsystem stieg der Wasserdruck nach und nach wieder an und die Wasserleitungen waren wieder gefüllt.

Die Uferstraße war teilweise zwischen Römerbrücke und Feuerwehrgelände so stark überflutet, dass die Strecke zumindest kurzfristig voll gesperrt werden musste. Der Verkehr in Richtung Konz wurde über die Römerbrücke umgeleitet. In vielen Straßen kam der Verkehr zum Erliegen. Die aus Richtung Konz in die City führende Fahrbahn konnte schnell wieder freigegeben werden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite musste eine der beiden stadtauswärts führenden Fahrspuren wegen Räum- und Reinigungsarbeiten bis in den Nachmittag gesperrt bleiben. Gegen 15 Uhr konnte auch die zweite Fahrspur wieder freigegeben werden.

Auch die Trierer Berufsfeuerwehr hatte kurzzeitig kein Leitungswasser zur Verfügung. "Aber wir haben mehrere Fahrzeuge mit großen gefüllten Wassertanks und können uns im Brandfall auch aus öffentlichen Gewässern bedienen - für einen ersten Brandeinsatz hätte das ausgereicht", erklärte Feuerwehrsprecher Mario Marx auf TV-Anfrage. Trotzdem bereitete sich die Wehr auf einen Notfall vor: "Wir haben sofort unsere Einsatzleitung personell verstärkt, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein."

Sofort reagierte auf den Wasserausfall das Dialyse-Zentrum in der Friedrich-Wilhelm-Straße in Trier-Süd. "Für die Dialyse benötigt das Zentrum ständig fließendes Wasser. Als dieses ausfiel, rief das Zentrum bei uns an", berichtet Wehrsprecher Marx. Die Feuerwehr rückte sofort in die Friedrich-Wilhelm-Straße aus. "Aber noch während unseres Gesprächs darüber, wie wir im Notfall weiter vorgehen müssten - etwa bei der Verlegung von Patienten - stieg der Wasserdruck wieder an und das Problem war gelöst."

Nicht folgenlos blieb der Rohrbruch dagegen für die Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Gilbertstraße 82. Weil das aus dem kaputten Rohr ausgetretene Wasser sich seinen Weg auch quer über die Fahrbahn der Uferstraße suchte, sammelte sich eine große Menge davon in einer Senke auf der anderen Straßenseite; etwa auf Höhe des dortigen kleinen Sportplatz. Von dort floß die Brühe weiter und direkt in den Eingang des Hauses Nummer 82. Vom Flur gelangte das Wasser weiter in zwei Wohnungen und den Gewölbekeller. "Großer Schaden ist dabei allerdings nicht entstanden, wir haben das Wasser schnell aus Haus und Keller gepumpt, so dass keine größere Mengen in die Wohnungen gelangen konnten", sagt Feuerwehrsprecher Marx.

Auch für ein vor dem betroffenen Haus geparktes Auto sah es zwischenzeitlich schlecht aus. Weil die Gullys und Abwasserkanäle die Wassermassen nicht aufnehmen konnten, stieg der Wasserspiegel bis auf Höhe der Radachsen. "Aber ich denke nicht, dass das Auto zu Schaden kam", sagt Feuerwehreinsatzleiter Marx.

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