Wehrhafte Wunderpilze: Polleralarm in Trier

Kolumne Viezjupp : Wehrhafte Wunderpilze

Uns schöner Trier wird vielleicht bald zur Pollerhauptstadt des Landes. An vielen Ecken und Enden der Fußgängerzone werden die wehrhaften Wunderpilze aus dem Boden sprießen, wenn es nach Stadtvorstand und Rat geht.

Ich bin schon sehr gespannt auf den versenkbaren Ur-Poller, den Stammvater aller stählernen Nachkommen, der in der Glockenstraße verankert werden soll. Das könnte eine echte Touristenattraktion werden, mit Vorführung des Ein- und Ausfahrens zu jeder vollen Stunde. Gästeführer leiten die Teilnehmer der Stadtrundgänge künftig von der Porta zum Karl-Marx-Denkmal und dann zum Ur-Poller. Scharen von Stadträten werden nach Trier pilgern, um die moderne Pollerarmada in Aktion zu erleben.

Für die Hochsicherheitsausführung reicht das Geld zwar nicht. Aber insgesamt 730 000 Euro lässt sich die Stadt allein die Normalvariante an 19 Standorten kosten. Dabei wäre das alles unnötig, wenn sich alle Auto- und LKW-Fahrer einfach an Park- und Durchfahrtsverbote halten würden. Ich stelle mich deshalb heute persönlich an den Domfreihof und winke jeden raus, der da nichts zu suchen hat.

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