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Weicher Sprint hoch über Mehring

Weicher Sprint hoch über Mehring

Nicht nur Hobbysportler wissen die "Finnenbahn" bei Mehring zu schätzen. Auf dem gelenkschonenden Belag aus Holzhackschnitzeln trainierten jetzt auch die besten Nachwuchsläufer des Rheinlandes.

Mehring. Kürzlich trainierte Lauf-Verbandstrainer Klaus Klaeren mit den besten Nachwuchs-Athleten des Rheinlandes auf der Finnenbahn. Die hoch über Mehrings Weinbergen gelegene Anlage bietet nicht nur ideale Trainingsmöglichkeiten, sondern auch einen herrlichen Ausblick aufs Moseltal. Es ist geplant, das Finnenbahn-Gelände nach und nach zu einem Gesundheits- und Bewegungspark mit zehn Gymnastik-Stationen auszubauen. Dies soll unter Beteiligung einer Leistungskurs-Klasse "Sport" eines Trierer Gymnasiums erfolgen; außerdem unter der sportmedizinischen Begleitung eines Orthopäden und eines Physiotherapeuten.

Mit 1100 Metern ist die Mehringer Finnenbahn (die Idee stammt aus Skandinavien) eine der längsten Deutschlands. Die "Leistungsstrecke" verläuft über 500 Meter in einem Schatten spendenden Douglasienwald; darüber hinaus gibt es die "Erlebnisstrecke". Sie ist ebenfalls 500 Meter lang, liegt in einem Kiefernwald und ist besonders gut geeignet zum Laufen, Walken und Spazierengehen.

Demnächst soll die Finnenbahn um eine leicht abfallende 100-Meter-Strecke fürs Sprinttraining erweitert werden. Das teilte der Mehringer Gerd Madert den jungen Leistungssportlern mit. Madert treibt zusammen mit dem heimischen Seniorenclub und anderen Förderern das Projekt "Gesundheitspark" voran. Arbeitseinsätze, bei denen unter anderem der Untergrund präpariert und das Gelände gesäubert wird, sind gut besucht. Mehrere Bürger haben sich bereiterklärt, sozusagen als "Dauer-Kümmerer" Patenschaften für Streckenabschnitte zu übernehmen.

Mehrings Ortsbürgermeister Helmut Reis sagte zu, die Initiative zu unterstützen. Die Finnenbahn sei für den Fremdenverkehr in Mehring und darüber hinaus eine große Bereicherung.

Auch Verbandstrainer Klaus Klaeren und die Athleten sind von der Finnenbahn sehr angetan. "Das ist eine Supersache, nicht nur zum Aufbau nach einer Verletzung, auch zum Training für Läufer, Fußballer und andere Sportler", sagte Klaus Klaeren. Es mache riesigen Spaß, durch den Wald zu laufen und einen Rundenrekord nach dem anderen aufzustellen, meinten die Mittelstreckler Enrico und Mirco Zenzen. Nach der Mittagspause zog das Kader-Team in die Mehringer Turnhalle um. Dort standen zwei weitere harte Einheiten auf dem Programm: Stabilitäts- und Sprungkrafttraining. Ohne Fleiß kein Preis; schließlich stehen die Sportlerinnen und Sportler vor drei wichtigen Cross-Wettbewerben: die Rheinland-Meisterschaften am 8. Februar in Bad Kreuznach, der Ländervergleich mit Luxemburg in Diekirch (15. Februar) und die deutschen Crosslaufmeisterschaften am 14. März in Ingolstadt.