Weihnachtsfreude aus Engelszungen

Feierliche Adventsstimmung herrschte bei einem Konzert des Chores "Cantores Trevirensis" in der Peter-Friedhofen-Halle auf dem Schönfelderhof bei Zemmer. Vorweihnachtliche Lieder, ergänzt von Texten zur Meditation, brachten die Weihnachtsbotschaft auf besinnliche Weise nahe.

Mit einem Konzert zum Advent brachte der Trierer Chor Cantores Trevirensis unter Leitung von Matthias Balzer (l.) Weihnachtsstimmung auf den Schönfelderhof. TV-Foto: Anke Emmerling

Schönfelderhof. (ae) Mit ihrem breit gefächerten Repertoire von Gregorianik, Renaissance- und Barock- bis hin zu zeitgenössischer Musik bereichern die Sängerinnen und Sänger des 1966 gegründeten Chores "Cantores Trevirensis" immer wieder das Musikleben in Trier. Mit großem Erfolg konzertierten sie bereits auch weit über die Region hinaus, zum Beispiel in Rom oder Krakau. Umso größer war die Freude beim Hausoberen des Schönfelderhofes bei Zemmer, Werner Schmitz, als Chorleiter Matthias Balzer anbot, ein Adventskonzert in der dortigen Peter-Friedhofen-Halle zu geben, als Dank für ein auf dem Hof verbrachtes Probenwochenende. Matthias Balzer ist Leiter der Bischöflichen Musikschule, verantwortlicher Referent für Kirchenmusik in der Diözese Trier, Präsident des Deutschen Chorverbandes "Pueri Cantores" und Berater der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz. So verwunderte es nicht, dass er für diesen Anlass ein sehr stimmiges geistliches Programm zusammengestellt hatte, darunter Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Georg Friedrich Händel, Max Reger und Anton Bruckner. Ob fein nuanciert, jubelnd, brausend oder mit solistischen Glanzlichtern angereichert: Die Interpretation von knapp 30 bestens aufeinander eingestellten Männer- und Frauenstimmen machte aus Liedzeilen wie: "Gloria sei Dir gesungen mit...Engelszungen, ...des jauchzen wir...", Realität. Besonders bei der Vertonung von "Es ist ein Ros entsprungen" nach Michael Prätorius und Jan Sandström schien es, als ströme Gesang von Engeln durch die Halle. Über einen vom Chor ausgebreiteten Klangteppich aus auf Vokalen gehaltenen Tönen, formten vier Solisten eine zart-sensible Melodie, die die Vorstellung nährte, die besungene Rose erblühe mitten im Raum. Verstärkt wurde die feierliche Stimmung durch meditative Texte, die Werner Schmitz einstreute. Reflexionen über das Christsein oder Segenswünsche regten zum Nachdenken über die Weihnachtsbotschaft an. All das hatte sehr fröhlichen Charakter, denn das Publikum kam gerne der Einladung nach, bei den musikalischen Programmpunkten mitzusingen. Bei Kerzenschein, Plätzchen und alkoholfreiem Punsch klang die schöne Einstimmung auf Weihnachten aus.