Weihnachtskonzert der Rudolphs: Rockige Einstimmung aufs Christkind

Weihnachtskonzert der Rudolphs: Rockige Einstimmung aufs Christkind

Weihnachtslieder müssen nicht immer beschaulich sein. Dass es auch anders geht, lauter, rockiger und böser, haben The Rudolphs am Abend vor Heiligabend in der Tufa vor 400 Zuhörern bewiesen. Im Geschenkesack: bekannte Weihnachtslieder, rockig vertont, und eine starke Konkurrenz auf dem alternativen Xmas-Rock-Markt: die Combo St. Andgas.

"Stille Nacht" dröhnt es aus den Boxen - düster, laut und gruselig, zur Musik von Black Sabbath. Und auch "Tochter Zion" ("Mustang Sally")kommt nicht als beschauliche Weise daher bei der Trierer Xmas-Band St. Andgas. Wild mixen Christian Nicolay (Gesang, Gitarre), Claudia Allar (Gesang, Flöten) - originell: ihre doppelte Nasenflöte -, Daniel Menzel (Gitarre), Thomas Bitdinger (Bass), Patrick Junker (Saxofon) und Hermann Fass (Drums) weihnachtliche Weisen mit (Hard)Rock-Klassikern.

Aber auch die jahresendzeitlichen Originaltexte mancher Rockhits haben sie ausgegraben. Bitterböse die Texte, düster und hart die Melodie - das gefällt den knapp 400 Zuhörern bestens, sie singen laut mit. Etwa "Ich gebar das Christkind" ("I shot the Sheriff") oder "Christkind stand mir gegenüber" ("Wunder gibt es immer wieder"). Wer braucht da schon Guildo Horn, der gleichzeitig in der Europahalle seine Schlager unters Volk bringt.

Den "Meister" fürchten auch The Rudolphs nicht. Seit 20 Jahren ziehen sie mit ihrer frohen Botschaft durch die Kneipen Triers und singen ihre Jahresendzeitweisen im Rock- und Beatkleid. Da wird mitgegrölt statt andächtig zugehört. Diesmal ohne Dame - Susi Kohl sang vor zwei Jahren letztmalig mit - und ohne Gastmusiker, Rudolphs pur sozusagen.

Ulle Backes (Gesang, Gitarre), Andi Klein (Schlagzeug), Klaus Dannehl (Bass) und - der langjährige Gast ist nun fest im Team - Gitarrist Bernd Bredin. Natürlich darf seine weihnachtliche Elvis-Parodie "Here comes Santa Claus" nicht fehlen. Wobei, ein Gast darf auf die Bühne: Andgas-Sänger Nicolay übernimmt mit rauchiger Stimme den Gesangspart bei "Wenn Weihnachen ist" und "Transeamus" - eine Hommage an das kürzlich verstorbene Gründungsmitglied Helmut "Teff" Steffgen. Die Zuhörer singen laut mit. Und eines ist sicher: Teff hätte das gefallen.

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