Weihnachtsmarkt 2013: Wetter gut, fast alles gut

Trier · Zur Halbzeit sind sich Besucher und Standbetreiber einig: Der Trie rer Weihnachtsmarkt läuft prima; die Umsätze entsprechen den Erwartungen. Hauptgrund für die allgemeine Zufriedenheit: Bisher hat das Wetter mitgespielt.

 Budenzauber auf dem Domfreihof in Trier: Die Gäste bummeln nicht nur über den Weihnachtsmarkt, sondern geben auch Geld aus. TV-Foto: Friedemann Vetter

Budenzauber auf dem Domfreihof in Trier: Die Gäste bummeln nicht nur über den Weihnachtsmarkt, sondern geben auch Geld aus. TV-Foto: Friedemann Vetter

Trier. Nach ihren schlimmsten Weihnachtsmarkt-Erfahrungen befragt, muss Veranstalterin Angela Bruch (44) nicht lange überlegen. "Das war 2010. Da ist an gleich mehreren Tagen so viel Schnee gefallen, dass die Besucher ausgeblieben sind. Das war echt bitter." Ganz anders in diesem Jahr: Abgesehen von etwas Nieselregen herrschte in den ersten beiden Wochen des Trierer Weihnachtsmarkts 2013 nahezu optimales Wetter. Entsprechend positiv fällt die Halbzeitbilanz aus. "Es läuft richtig gut", spricht Angela Bruch den weitaus meisten der Betreiber der 95 Holzhäuschen aus dem Herzen. Eine TV-Umfrage hat nur ein negatives Urteil erbracht: "Ich habe bei einem Teil meines Angebots auf die falschen Farben gesetzt - das geht auf meine eigene Kappe", sagt einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.Kein Absatzproblem hat hingegen Keramikmeisterin Elke Gerber-Eckert (59), die seit vier Jahren einen Stand auf dem Domfreihof betreibt und jetzt schon weiß: "Meine Weihnachtsferien werden sehr kurz sein. Ich werde schon im Januar damit anfangen, Waren für den Advent 2014 zu produzieren."Bereits seit 19 Jahren mit von der Weihnachtsmarkt-Partie ist Werner Weeber. Der 40-jährige Schausteller, in Trier auch als Macher der Traditionsmessen (Peter und Paul; Allerheiligen) auf dem Viehmarkt bekannt, bietet auf dem Domfreihof Kaffee, Schokolade und Lebkuchen an. Auch er ist mit dem bisherigen Geschäft zufrieden - auch wenn "leider viel weniger Engländer als früher kommen. Die haben das Phänomen ,German Christmas Market\' auf die Insel importiert und fahren nun nach London oder Birmingham, aber nicht mehr unbedingt nach Deutschland." Gute Kunden seien aber nach wie vor französische Schulklassen: "Sehr nette Menschen und immer gut gelaunt. Das macht Spaß", sagt Weeber.Keinen Spaß am Weihnachtsmarkt hat Peter Schwarz (54), der in der Sternstraße ein Antiquariat betreibt und an den Adventssamstagen ab 14 Uhr keine Waren mehr vor dem Geschäft auslegen darf. Die neue Regelung für Flucht- und Rettungswege verbietet diese Sondernutzung in den Zeiten größten Besucherandrangs: "Ohne die Grafikkästen vor der Tür wird kaum jemand auf mein Geschäft aufmerksam. Dann bricht der Umsatz ein."Überhaupt präsentiert sich der Weihnachtsmarkt 2013 im Vergleich zu seinen Vorgängern aus Sicherheitsgründen deutlich aufgelockert. Besucherin Waltraud Babel (63) findet\'s gut: "Früher war das in Hochbetriebszeiten eine qualvolle Enge. Jetzt fühle ich mich nicht mehr so bedrängt."volksfreund.de/weihnachts märkteExtra

Zehn Fälle von Taschendiebstählen hat die Polizei in den ersten beiden Wochen des Trie rer Weihnachtsmarkts regis triert. Das ist laut Präsidiums-Pressesprecher Karl-Peter Jochem "vergleichsweise wenig". Beim Weihnachtsmarkt 2012 seien es insgesamt 43 gewesen, im Jahr davor 24. Jochem führt die geringe Anzahl von Diebstählen auf die starke Präsenz von uniformierten Kollegen zurück: "Zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkts ist immer mindestens eine Streife im Einsatz; manchmal erhalten wir auch Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei." Außerdem seien Beamte in Zivil unterwegs. rm.

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