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Weihnachtsmarkt Trier: Trotz Maskenpflicht haben die Corona-Regeln Lücken

Corona : Maskenmuffeln droht auf Trierer Weihnachtsmarkt der Rausschmiss - aber die Corona-Regeln haben Lücken

Auf dem Trierer Weihnachtsmarkt wachen Polizei und Kommunaler Vollzugsdienst über die Einhaltung der Regeln. Eine nicht immer einfache Aufgabe, denn es gibt einen großen Haken.

So manchen, der rund um den Trierer Hauptmarkt wohnt oder arbeitet, beschleicht in diesen Tagen ein mulmiges Gefühl. „Letzten Samstag bekam ich es beim Anblick des Weihnachtsmarktes echt mit der Angst zu tun“, sagt ein Geschäftsmann; „Da war offenbar großes Massenkuscheln angesagt. Da drängten sich die Leute dicht an dicht. Das ist doch widersinnig in Corona-Zeiten.“

Massenkuscheln auf dem Trierer Weihnachtsmarkt ist legal

Aber durchaus legal, wie Rathaus-Pressesprecher Michael Schmitz feststellt: „Auch in der neuen Corona-Verordnung gibt es nach wie vor keine neuen Kontaktbeschränkungen. Es gibt also keine Rechtsgrundlage, um größere Menschenansammlungen aufzulösen oder zu verhindern.“ Mithin seien den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kommunalen Vollzugsdienstes weitgehend die Hände gebunden: „Sie können die Menschen also lediglich freundlich um etwas mehr Abstand bitten.“

 An Werktagen ist der Andrang auf dem Trierer Weihnachtsmarkt übersichtlich. Aber manchem Altstadtbewohner graut schon vor den kommenden Wochenenden.
An Werktagen ist der Andrang auf dem Trierer Weihnachtsmarkt übersichtlich. Aber manchem Altstadtbewohner graut schon vor den kommenden Wochenenden. Foto: Roland Morgen

Nach wie vor gibt es auch keine verpflichtende Regelung für 2G (Einlass nur für Geimpfte und Genesene) auf dem Weihnachtsmarkt in der neuen Landesverordnung. Das setzt Veranstalterin Angela Bruch freiwillig um und trägt auch die Kosten für die Einlasskontrollen durch den privaten Sicherheitsdienst Security Schmitt.

Auch in Trier gilt eine Maskenpflicht auf dem Weihnachtsmarkt

Für Freiluftveranstaltung sieht die Verordnung seit Mittwoch eine Maskenpflicht überall dort vor, wo Abstände nicht eingehalten werden können. Dies gilt also für die Holzhäuschen-Dörfer auf dem Hauptmarkt und vor dem Dom. Darauf wird auf der Homepage www.trierer-weihnachtsmarkt.de ausdrücklich hingewiesen.

Auch wenn der Kommunale Vollzugsdienst und die Polizei auf dem Weihnachtsmarkt präsent und häufig auch in gemeinsamen Streifen unterwegs sind und seit Mittwoch auch auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinwirken, gibt es einen Haken. „Beim Essen und Trinken kann man die Maske abnehmen. Und das dürfte vor Bratwurst- und Glühweinständen recht häufig vorkommen“, so Schmitz.

Wer sich nach dem Einlass (nur mit Maske möglich) der Mund-/Nasenbedeckung ohne triftigen Grund entledigen zu können glaubt, riskiert den Rausschmiss. Uwe Konz, Sprecher des Polizeipräsidiums Trier: „Wir würden der Veranstalterin bei der Durchsetzung ihres Hausrechtes behilflich sein und einen Platzverweis aussprechen.“

Einschätzung von Polizei und Ordnungsamt

Nach Einschätzung von Polizei und Stadt-Ordnungsamt verhalte sich die Mehrzahl der Menschen auch jenseits des Weihnachtsmarkt-Treibens in der Fußgängerzone verantwortungsbewusst und tragen freiwillig Masken. Das gelte auch für das Eiscafé in der Sternstraße, vor dem sich immer wieder Warteschlangen bilden. 

Solche Vorsicht begrüßt Triers neuer Ordnungsdezernent Ralf Britten ausdrücklich: „Wir können nur an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger und der vielen Besucherinnen und Besucher der Stadt Trier appellieren: Tragen Sie Masken, wenn es eng wird in der Fußgängerzone.. Halten Sie, wenn möglich, Abstände ein – und freuen Sie sich darüber, dass wir trotz der schwierigen Lage noch die Innenstadt besuchen und Handel und Gastronomie in der Vorweihnachtszeit etwas Gutes tun können.“