Weinberg, Lese, Kellerkinder

TRIER-OLEWIG. (r.n.) Was passiert eigentlich mit all den Trauben, die im Herbst geerntet werden? Und wie wird Wein gemacht? Antworten auf diese und andere Fragen rund um den Traubensaft erhielten die Kindergartenkinder von Olewig bei einem spannenden Besuch im Weingut G.F. von Nell.

Der Förderverein des Kindergartens St. Anna hatte eingeladen, und viele kamen. Insgesamt 35 Kinder, begleitet von ihren Eltern, Geschwistern oder Großeltern, trafen sich im Tiergartental in Olewig, um einmal zu erleben, wie eine Weinlese funktioniert und was mit den Weintrauben passiert, nachdem sie vom Stock geschnitten wurden. Wie bereits vor zwei Jahren war das traditionsreiche Weingut G.F. von Nell der Ort, an dem drei spannende Stunden keine Langeweile aufkommen ließen. Einige Zeilen Rebstöcke waren in den Vortagen extra bei der Lese ausgespart worden, damit die Kinder, mit Scheren und Eimern "bewaffnet", dies erledigen konnten. Seniorchef Georg Fritz von Nell gab dabei die notwendigen Anweisungen, damit unter der Aufsicht der Erwachsenen nichts passieren konnte. Er war es auch, der knapp zwei Stunden später im dunklen Weinkeller des Gutes zwischen blubbernden Stahlbehältern und hölzernen Weinfässern Kind und Kegel erklärte, wie das mit der Gärung, der Wein- und Sektherstellung vor sich geht. "Das macht aber viel Spaß!" Der mit einem strahlenden Lächeln geäußerte Ausspruch der fünfjährigen Kathrin, die mit ihrem Bruder als Gast bei der Veranstaltung war, steht stellvertretend für die Stimmung aller teilnehmenden Kinder und ihrer Eltern an diesem Tag. Ein Höhepunkt war dabei sicher das von Winzer Fritz von Nell moderierte Keltern der selbst gelesenen Trauben in einer großen Holzkelter. Zwar stieß der frische, trübe Saft nicht auf die Begeisterung aller Kinder. Dafür um so mehr die von Schwebstoffen gefilterte Variante. Für die Eltern gab es natürlich Kostproben der fertigen Rebensäfte. Und die Bratwürste vom Schwenkgrill schmeckten nach getaner Arbeit allen.