Weinverkostung ist harte Arbeit

Wo befindet sich von Sonntag bis Dienstag der Nabel der Weinwelt? In Düsseldorf - einer Stadt, die viele Theken hat, aber in erster Linie mit Altbier in Verbindung gebracht wird. Viele Besucher der ProWein werden sich sicher nach getaner Arbeit auch ein Bier schmecken lassen, vielleicht aber auch nur müde ins Bett fallen.

Denn was sie tagsüber treiben, ist durchaus harte Arbeit. Schließlich ist die Messe Fachbesuchern vorbehalten. Die müssen vor allem eins sein: nüchtern bleiben. Gleichwohl ist es anstrengend, denn sie müssen an vielen Ständen kosten. Und es gibt mehr als 6000 Aussteller. Die ProWein ist Treffpunkt für Vertreter aus Wein- und Spirituosenfachhandel, Gastronomie, Hotellerie, Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, Importeure, Exporteure, Versandhandel sowie von Verbänden und Institutionen. 2016 wurden an den drei Tagen 55 724 von ihnen gezählt, davon mehr als die Hälfte aus Deutschland. Der Austausch zwischen Winzer und diesen Besuchern ist natürlich viel fachlicher als ein Austausch auf einer Messe oder einem Markt, wo der Endverbraucher nach Häppchen und Schlückchen giert.
Dass die ProWein einen hohen Stellenwert hat, zeigt die Entwicklung der Besucherzahlen. 2010 kamen 36 417. Danach wurden es jedes Jahr mehr. Mehr als 500 Veranstaltungen geben der ProWein einen zusätzlichen Rahmen. Zusätzlich locken zahlreiche Verkostungszonen und Sonderschauen. Von der Mosel sind etwa 100 Betriebe auf der Messe vertreten.
Diese und weitere TV-Kolumnen finden Sie auch im Internet auf

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