Weissebach-Preis geht an Ordensfrau
Schwester Elisabeth Mues (65), Generaloberin der Trierer Borromäerinnen, ist die 22. Trägerin des Weissebach-Preises. Die Trie rer Prinzenzunft ehrt die Ordensfrau am Sonntagabend im Barocksaal der Sektkellerei Bernard-Massard.
Trier. (rm.) Der Weissebach-Preis, den die Prinzenzunft (Verein ehemaliger Karnevals-Prinzenpaare) seit 1987 jährlich verleiht, gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen in Trier. Nachdem in den ersten Jahren ausschließlich Männer (darunter die Oberbürgermeister Felix Zimmermann und Helmut Schröer sowie die Bischöfe Hermann Josef Spital und Reinhard Marx) geehrt wurden, holen die Frauen nun kräftig auf. Nach Sozialministerin Malu Dreyer (2007) und Wohltäterin Ingrid Kostka (2008) ist Elisabeth Mues der dritte weibliche Preisträger in Folge und der vierte insgesamt.
Die maßgeblichen Voraussetzungen - großes Herz, viel Humor - erfüllt die Ordensfrau allemal. Mitschwestern charakterisieren die in Stade geborene Generaloberin der Trierer Borromäerinnen (Träger des Klinikums Mutterhaus; 300 Mitglieder in Trier, Herzogenbusch und Mtinko/Tansania) als "spontan, herzlich und pfiffig".
Die mit 1000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an den schalkhaften Franz Weissebach (1860-1925), der sein Vermögen der Stadt vererbt hat - allerdings mit der listigen Auflage, ein Krematorium zu bauen. Sollte der Stadtrat aber, was Weissebach hoffte, dies in fünf aufeinander folgenden Jahren ablehnen, so dürfe das Geld zur Anlage eines Volksgartens verwendet werden. 1936/37 wurde der Palastgarten, bis dahin Exerzierplatz, in einen Stadtpark umgewandelt.